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Lautern mit Bruchlandung gegen Nürnberg: 1:3

Kaiserslautern (dpa) - Bruchlandung statt Aufbruchstimmung: Das vom Vorstandsvorsitzenden René C. Jäggi euphorisch propagierte «neue Zeitalter» hat für den 1. FC Kaiserslautern mit einem herben Rückschlag begonnen.

Kaiserslautern (dpa) - Bruchlandung statt Aufbruchstimmung: Das vom Vorstandsvorsitzenden René C. Jäggi euphorisch propagierte «neue Zeitalter» hat für den 1. FC Kaiserslautern mit einem herben Rückschlag begonnen.

Der klassische Fehlstart mit der völlig verdienten 1:3 (0:1)-Heimpleite gegen den Aufsteiger 1. FC Nürnberg weckte gleich zu Beginn der 42. Fußball-Bundesligasaison unschöne Erinnerungen an die beiden letzten Zitter-Spielzeiten. Die indiskutable Auftaktvorstellung quittierten die in ihren hohen Erwartungen tief enttäuschten Pfälzer Fans unter den 37 828 Zuschauern mit einem gellenden Pfeifkonzert.

«Bei uns herrscht große Enttäuschung und Ernüchterung. Da lief noch nichts zusammen, weder in der Defensive noch in der Offensive. Wir müssen uns Gedanken machen», erkannte Christian Nerlinger. Der von den Glasgow Rangers an den Betzenberg gewechselte Ex-Nationalspieler war einer der wenigen Lichtblicke und einer von fünf Neuzugängen in der Startformation des runderneuerten FCK, bei dem allerdings noch gar nichts rund lief.

Ein vom eingewechselten Ex-Lübecker Ferydoon Zandi (58.) zu seinem ersten Bundesligator verwandelter Handelfmeter sowie zwei Pfostenschüsse von Jochen Seitz (36.) und Nerlinger (38.) waren die einzig nennenswerten FCK-Aktionen. Während der «sehr enttäuschte» Trainer Kurt Jara das «schwache Abwehrverhalten der gesamten Mannschaft» verantwortlich machte für den dürftigen Kick, geriet Neuzugang Carsten Jancker in Erklärungsnot.

«Ich weiß nicht, woran es lag. Wir waren alle hochmotiviert und haben alles probiert, aber es kam nichts dabei heraus. Wir haben einfach schlecht gespielt», monierte der frühere Nationalstürmer, der sich gegen die von Tomasz Hajto und Bartosz Bosacki glänzend organisierte «Club»-Abwehr nicht entscheidend durchsetzen konnte. Jancker trat die Flucht nach vorn an: «Wir dürfen jetzt den Kopf nicht hängen lassen und auf Schalke ganz anders auftreten, um dort zu punkten.»

Eitel Sonnenschein herrschte dagegen beim «Club» nach dem ersten Sieg seit 14 Jahren auf dem Betzenberg. «Bundesliga, wir sind wieder da und haben eine kleine Duftmarke gesetzt. Wir haben eine gute Visitenkarte abgegeben und gezeigt, dass wir in der Bundesliga mithalten können», freute sich Trainer Wolfgang Wolf über den gelungenen Wiedereinstand in der Eliteliga. «Es ist immer schön, wenn man in seinem Wohnzimmer gewinnt», sagte der ehemalige FCK-Profi nach dem Coup in Wolfs altem Revier.

Der 46-Jährige hatte bei seinen Neueinkäufen für das schon erstaunlich homogene Team eindeutig ein besseres Händchen als sein Kollege Jara. Mit dem spielstarken Kroaten Ivica Banovic (12./Foulelfmeter) und dem agilen Slowaken Robert Vittek (61.), dessen Vertragsverlängerung bis 2009 ihn förmlich beflügelte, trugen sich zwei Neue in die Torschützenliste ein, ehe Lars Müller (84.) mit einem Freistoß dem FCK den Rest gab. Dass der Neuling nach den Spielen am Samstag erster Tabellenführer vor Bayern München war, bezeichnete Wolf nur als «Momentaufnahme. Wir haben erst drei Punkte und brauchen jetzt noch 37 zum Klassenerhalt.»

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