LBS: Förderung des Eigenheimbaus beibehalten
Eigenheime im Süden am teuersten

Die Preise für Eigenheime in Deutschland sind nach Angaben der Landesbausparkassen (LBS) im Süden am teuersten.

Reuters BERLIN. Am günstigsten seien die eigenen vier Wände im Osten zu haben, sagte LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm am Dienstag in Berlin. Die Bausparkassen haben die Preisdaten des vergangenen Jahren von rund 300 Städten ausgewertet. Für freistehende Eigenheime müssen danach in Stuttgart und Frankfurt bis zu 1,5 Millionen Euro aufgebracht werden, in München noch 900 000 Euro. Dagegen sind Düsseldorf mit bis zu 560 000 Euro oder Berlin mit 240 000 Euro vergleichsweise günstige Märkte. Am wenigsten müssen Häuslerbauer in den Großstädten in Ostdeutschland für das Eigenheim aufbringen, zum Beispiel 100.000 Euro in Halle.

Das Einfamilienhaus bleibt laut LBS das begehrteste Kaufobjekt der Deutschen. Vor allem gebrauchte Häuser werden immer häufiger gekauft. Hier verzeichnete die LBS im vergangenen Jahr ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Jahr 2000. Bei Neubauten ging der Absatz dagegen um zehn Prozent zurück. Auch die Nachfrage nach Eigentumswohnungen lasse nach, hieß es weiter. Die Preisunterschiede bei Wohnungen sind regional ebenfalls sehr verschieden. In München kostet der Quadratmeter 4 700 Euro, in Frankfurt, Stuttgart, Heidelberg oder Wiesbaden noch 2 800 Euro. In den meisten anderen Städten werden Eigentumswohnungen zu Preisen von weniger als 2000 Euro veräußert.

"Unsere Experten erwarten bis zum Jahresende keine dramatischen Preissteigerungen", sagte Hamm. Allerdings sei bald eine erneute Wohnungsknappheit zu befürchten, da nicht genügend neuer Wohnraum gebaut werde. Die Zahl der Baugenehmigungen gehe in diesem Jahr auf voraussichtlich 260 000 nach 300 000 im Jahr 2001 zurück. Die LBS forderte, die Förderung des Eigenheimbaus beizubehalten.

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