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Leaseplan erwartet Geschäftsaufschwung und will von VW unabhängig bleiben

Die niederländische Leasinggesellschaft Leaseplan erwartet in 2004 und im kommenden Jahr einen deutlichen Aufschwung. "Dieses Jahr sehen wir einen positiveren Trend von sechs Prozent.

dpa-afx DÜSSELDORF. Die niederländische Leasinggesellschaft Leaseplan erwartet in 2004 und im kommenden Jahr einen deutlichen Aufschwung. "Dieses Jahr sehen wir einen positiveren Trend von sechs Prozent. Nächstes Jahr werden wir das noch einmal steigern", sagte der Vorstandsvorsitzende Hugo Levecke dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). Leaseplan war in diesem Jahr von Volkswagen und zwei arabischen Investoren von der niederländischen Bank ABN Amro Holding übernommen worden.

ABN Amro hatte bereits vor drei Jahren entschieden, sich von Leaseplan zu trennen. Levecke räumte ein, dass das Geschäft unter dem Verkaufsprozess gelitten habe. "Wir sind froh, dass der Verkaufsprozess vorüber ist. Jetzt können wir uns wieder ganz auf das Geschäft konzentrieren."

Gleichwohl werde Leaseplan unabhängig von seinen neuen Besitzern bleiben, sagte der Vorstandschef und widersprach damit Befürchtungen von Beobachtern. Viele Analysten sehen nach Angaben der Zeitung die Bewegungsfreiheit des Unternehmens gefährdet. Levecke betonte hingegen: "Wenn die Unabhängigkeit nicht gewährleistet wäre, würde dies das Unternehmen zerstören."

"Wir haben derzeit keine Finanzierung von Volkswagen und wir wollen es auch weiter so halten", sagte Finanzvorstand Marco Coppoolske dem "Handelsblatt". Vor allem solle die Bewertung von Leaseplan durch Rating-Agenturen langfristig unabhängig von der VW-Bewertung sein. Nach dem Wegfall der Refinanzierung durch Kredite der ABN Amro müsse Leaseplan nun aber nach neuen Refinanzierungsmöglichkeiten suchen.

Gleichzeitig werde das Unternehmen in den kommenden Jahren wieder stärker in Auslandsmärkte investieren, kündigte Levecke an. Dabei könne Leaseplan aber von seinen neuen Aktionären profitieren. VW verfüge über Expertise im Autogeschäft und die beiden Investoren "Mubadala und Olayan kennen sich im Nahen Osten aus", sagte der Manager. "Wir untersuchen die Möglichkeiten, unter anderem nach Kanada, Mexiko, in die Türkei und in den Nahen Osten zu gehen." Auch China könnte langfristig interessant sein.

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