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Leasingbranche für 2002 vorsichtig optimistisch

Die deutsche Leasingbranche verzeichnet einer Einschätzung des Münchener ifo Instituts für Wirtschaftsforschung zufolge nach der erdrutschartigen Verschlechterung der Stimmung 2001 nunmehr erste Anzeichen für einen Wendepunkt.

vwd MÜNCHEN. Erstmals seit einem Jahr habe sich das Geschäftsklima wieder leicht verbessert, heißt es in einer aktuellen Studie des Instituts. Bei der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage gewännen positive Enflüsse etwas an Gewicht. Die Geschäftserwartungen für das erste Halbjahr 2002 seien von vorsichtigem Optimismus geprägt.

Demnach erwarten 29 Prozent der befragten Unternehmen einen günstigeren Geschäftsverlauf. Allerdings sei noch rund jeder fünfte Unternehmer der Branche pessimistisch. Beim Neugeschäft erwarten die Unternehmen für die nächsten Monate eine weitere Aufwärtstendenz, jedoch nach wie vor in einem bescheidenen Umfang. Per Saldo habe nur jedes zehnte Leasingunternehmen ein positives Urteil abgegeben. Nahezu jede zweite Gesellschaft rechne für das erste Quartal des laufenden Jahres mit Stagnation.

Für das Neugeschäft im Kraftfahrzeug-Leasing, der gewichtigsten Sparte der Branche, ist nach einer Verschlechterung der Lage im abgelaufenen Jahr eine grundlegende Wende nicht in Sicht, heißt es in der Studie weiter. Bei den Perspektiven für das erste Halbjahr 2002 hielten sich positive und negative Stimmen die Waage. Die Auftragsbücher vieler Leasingunternehmen ließen zu wünschen übrig. Das Neugeschäft werde sich auch in den nächsten Monaten abschwächen, allerdings dürfte sich das Tempo verlangsamen.

Die bislang registrierte Abwärtsentwicklung der gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen wird der Studie zufolge in den kommenden Monaten abflachen. Angesichts sinkender Kapazitätsauslastung, rückläufiger Auftragseingänge sowie getrübter Absatzerwartungen im verarbeitenden Gewerbe rechnen die ifo-Experten mit einer weiteren Abschwächung, jedoch mit deutlich verlangsamten Tempo. Die Ausrüstungsinvestitionen werden den Prognosen zufolge nur noch in einer Größenordnung von drei Prozent abnehmen.

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