Lebenshaltungskosten sanken um 0,4 Prozent
Verbraucherpreise in Japan weiter im Rückwärtsgang

dpa-afx TOKIO. Die Verbraucherpreise in Japan sind im April weiter gesunken. Nach den am Freitag von der Regierung in Tokio veröffentlichten Daten sanken die Lebenshaltungskosten im ganzen Land im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,4 Prozent. Bereits im März hatten sie um diesen Satz nachgegeben. Die besonders saisonabhängigen Lebensmittelpreise nicht eingerechnet, fiel der Rückgang mit 0,6 Prozent im März und 0,5 Prozent im April noch deutlicher aus.

Jüngste Daten für Tokio weisen auch für Mai im 21. Monat in Folge sinkende Preise aus: Sie gingen in der Hauptstadt um 0,6 Prozent zurück, nach einem Rückgang von 0,8 Prozent im April. Experten warnen seit Monaten vor den Gefahren einer so genannten Deflation, bei der ein Verfall der Warenpreise zu sinkenden Löhnen und geringerer Investitions- und Konsumbereitschaft führt.

Aus Europa und den USA waren zuletzt deutlich steigende Verbraucherpreise gemeldet worden. In Deutschland als wichtigstem Euro-Staat kletterten die Lebenshaltungskosten im Mai um voraussichtlich 3,5 Prozent und damit so stark wie seit mehr als sieben Jahren nicht mehr. Die Daten sind nur begrenzt miteinander vergleichbar, da die Inflationsraten in den Staaten sehr verschieden berechnet werden. Innerhalb der Europäischen Union gibt es mit dem so genannten Harmonisierten Verbraucherpreis-Index den Versuch, die Entwicklung der Preise länderübergreifend abzubilden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%