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Lebenslange Haftstrafe im dritten Prozess um Lindh-Mord

Im dritten und letzten Prozess um den Mord an Schwedens Außenministerin Anna Lindh hat der Oberste Gerichtshof in Stockholm am Donnerstag den Angeklagten Mijailo Mijailovic zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

dpa STOCKHOLM. Im dritten und letzten Prozess um den Mord an Schwedens Außenministerin Anna Lindh hat der Oberste Gerichtshof in Stockholm am Donnerstag den Angeklagten Mijailo Mijailovic zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Der 25-Jährige hatte Lindh im September letzten Jahres erstochen und war von der zweiten Instanz wegen schwerer psychischer Störungen auf unbestimmte Zeit in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden. Das Gericht folgte mit seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Richter fanden den Angeklagten des Mordes schuldigt. Der Anschlag in einem Stockholmer Kaufhaus sei "mit Vorsatz" ausgeführt worden. Mildernde Umstände lägen nicht vor. Der Sohn serbischer Zuwanderer hatte die 46-jährige Politikerin am 10. September 2003 mit zahlreichen Messerstichen so schwer verletzt, dass Lindh am folgenden Morgen im Krankenhaus starb.

Mijailovics Anwalt Mikael Nilsson hatte dagegen die Bestätigung des Urteils in zweiter Instanz beantragt. Mijailovic habe bei dem Angriff auf Lindh keine Tötungsabsicht gehabt, unter schwersten psychischen Störungen einschließlich Halluzinationen gehandelt und Lindh auch nicht wegen ihrer öffentlichen Funktion angegriffen.

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