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Lebenslauf: Stark präsentieren!

Was gliedere ich meinen Lebenslauf? Welche persönlichen Daten gehören hinein? Was kann ich weglassen?

Länge


Folgen Sie den Peilregeln: Studenten, Hochschulabsolventen, Young Professionals zwei Seiten Lebenslauf, Praktiker drei Seiten. Jede Seite verkraftet etwa 30 Informationszeilen. Füttern Sie den Leser gezielt mit Zusatzinformationen über Studium und Berufspraxis. Beschränken Sie sich nicht auf die biografische Auflistung von Stationen.

Schwerpunkte
Gliedern Sie den Lebenslauf nach Schwerpunkten und heben Sie diese fett und eventuell größer hervor. Übliche Bezeichnungen sind: Zur Person, Schule und Ausbildung, Studium, Praktika, Berufspraxis, Weiterbildung, Engagements, Hobbys, Fremdsprachen, EDV. Interessant sind sprechende Begriffe, etwa "USA-Studium". So erkennt der Leser schon am Oberbegriff, was Sache ist.

Gliederung
Trennen Sie klar Zeitraumangaben von Details. Wählen Sie den zweispaltigen Lebenslauf. Die linke Spalte, die etwa ein Viertel der Seite beansprucht, enthält Gliederungsschwerpunkte und Zeitraumangaben, die rechte Detailausführungen. Übrigens ist es in Deutschland immer noch normal, Lebensläufe chronologisch zu lesen. Die aktuelle Station findet sich an unterster Stelle. Dort sucht sie der Leser auch.

Zeitraumangaben
Zu den einzelnen Stationen gehören Monats- und Jahresangaben. Zeitliche Lücken über drei Monate beflügeln die Fantasie von Personalentscheidern. Beugen Sie Spekulationen vor und belegen Sie die Lücken mit Aktivitäten.

Persönliche Daten
Dokumentieren Sie nach dem Minimalansatz: Es reichen Vor- und Zuname, gegebenenfalls der Geburtsname, Geburtsort und Geburtsdatum. Führen Sie andere Daten nur auf, wenn sie Vorteile bei der Bewerbung versprechen. Dazu gehören Familienstand, Angaben zu Eltern, Konfession, Nationalität. Adresse und Telekommunikationsverbindungen können besser auf dem separaten Eröffnungsblatt untergebracht werden.

Ausbildung
Bei Ausbildung, Wehrdienst, Ersatzdienst, Au-pair-Aufenthalten und Ähnlichem reichen gleichfalls Minimalangaben. Details wie der Ort oder Name der Schule sind bei nüchterner Betrachtung unwichtig. Bei den Schulstationen sollten genannt werden: Zeitraum, Schultyp, Abschluss. Um Platz zu sparen, bieten sich auch Zusammenfassungen an. Dann wird der gesamte Schulweg in einer Zeile abgebildet.

Studium
Zu jeder Studienstation gehören mindestens die Angaben: Startzeitpunkt, (erwarteter) Abschlusszeitpunkt, Name und Ort der Hochschule, Studienfach, Studienrichtung, (erwarteter) Abschluss. Frisch gebackene Absolventen sollten interessante Zusatzinformationen hineinbringen, etwa die Abschlussnote, drei bis fünf Studien- oder Interessenschwerpunkte sowie das Thema der Diplomarbeit.

Berufspraxis
Dokumentieren Sie alle Berufsstationen nach dem Studium lückenlos. Neben der Position und/oder der Funktion sowie der üblichen Namens- und Ortsangabe des Arbeitgebers sollten Sie zu jeder Station stichwortartig drei bis fünf Aufgaben nennen. Zusätzlich können pro Station zwei bis drei interessante Projekte, Kompetenzen und Ergebnisse erfasst werden. Je aktueller die Station und je länger sie gedauert hat, desto detaillierter sollten Sie darüber informieren.

Weiterbildung
Geben Sie auf jeden Fall längere Zusatzausbildungen an. Professionals haben in der Regel eine Reihe von Seminaren und Trainings hinter sich. Sicherlich sollten Sie nicht jedes Detail auflisten. Eine kleine Selektion von fünf Seminaren mit noch aktuellen Inhalten empfiehlt sich allerdings schon.

Sprachen/EDV
Im IT- und Globalisierungszeitalter machen sich EDV- und Sprachkenntnisse immer gut. Eine kleine Auswahl an Betriebssystemen, Anwendungsprogrammen, Programmiersprachen kann nicht schaden. Fremdsprachenkenntnisse, die über Grundkenntnisse in Englisch hinausgehen, gehören in den Lebenslauf. Arbeiten Sie mit Bewertungen: "Sehr gut", "verhandlungssicher", "konversationssicher" lesen sich gut. Bestandene Sprachprüfungen nicht vergessen!

Besonderheiten
Dokumentieren Sie Besonderheiten aus Ihrem Leben. Die Erfahrung zeigt, dass sich Bewerber häufig durch Zusatzangaben außerhalb des fachlichen Bereichs interessant machen können. Ziel ist es, dem Leser neben fachlichen Inhalten ein gewisses Interessenspektrum zu zeigen. Dabei ist derjenige gut dran, der Spektakuläres vorweisen kann. Aber auch ganz normale Hobbys reichen aus.

Telegrammstil
Formulieren Sie plakativ. Der Lebenslauf wird meist zunächst quer gelesen. Kommen Sie diesem Prozess entgegen. Dokumentieren Sie im Telegrammstil. Streichen Sie jedes überflüssige Wort. Versuchen Sie, eine Information in eine Zeile zu bringen, und vermeiden Sie Zeilenumbrüche. So bleibt auch bei Lesemuffeln einiges hängen.

Selektion
Dokumentieren Sie alles, was Ihnen im Bewerbungsprozess um die Stelle Vorteile bringt. Lassen Sie Unwichtiges einfach unter den Tisch fallen. Der Lebenslauf ist kein Offenbarungseid, sondern ein Verkaufspapier. Selektion ist das Erfolgsprinzip jeder guten Bewerbung. Informieren Sie so vorteilhaft, wie das auch in Stellenanzeigen getan wird.

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