Lebensmittelhilfen dringend erwartet
Millionen Menschen in Südasien durch Hochwasser gefährdet

Verheerende Monsun-Regenfälle haben die Existenzgrundlage von Millionen Menschen zerstört. Vor allem in Vietnam, Kambodscha, Bangladesch und Indien werden dringend Lebensmittelhilfen gebraucht.

ap HANOI/PHNOM PENH. Nach den verheerenden Monsun-Regenfällen in Südasien steigt das Hochwasser unaufhaltsam weiter an. Wegen der Zerstörung ihrer Existenzgrundlage sind Millionen Menschen vor allem in Vietnam, Kambodscha, Bangladesch und Indien dringend auf Lebensmittelhilfen angewiesen. In Vietnam breiteten sich die Fluten während der vergangenen fünf Tage vom überschwemmten Mekong-Delta weiter nach Norden aus, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten.

Durch die Überschwemmungen kamen den Angaben zufolge bisher allein in Vietnam 327 Menschen ums Leben, davon 239 Kinder. Betroffen von dem Hochwasser sind mehr als vier Millionen Menschen in zehn Provinzen in der Mitte und im Süden des Landes. In der südlichen Provinz Binh Phuoc wurden die Streitkräfte mit der Evakuierung betroffener Familien beauftragt.

Im Nachbarland Kambodscha warnte die Regierung die Bewohner mehrerer Provinzen vor weiteren heftigen Niederschlägen. Das Hochwasser beschädigte oder zerstörte laut Behörden 102 Bewässerungsprojekte, fast 1 000 Schulen und 121 Gesundheitszentren. Über 300 000 Hektar Reisanbauflächen wurden vernichtet. Betroffen von den Überflutungen sind allein in Kambodscha 2,7 Millionen Menschen, knapp die Hälfte davon ist laut Ministerpräsident Hun Sen dringend auf die Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten angewiesen. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 258. Sechs von ihnen kamen am Dienstag ums Leben, als ein Boot kenterte, das Dorfbewohner zu einem Hilfszentrum bringen sollte. Zwei der Bootsinsassen wurden am Mittwoch noch vermisst.

In Bangladesch, wo nach offiziellen Angaben bisher 30 Menschen ums Leben kamen, sind mehr als drei Millionen Menschen obdachlos. Im Nachbarland Indien sind mindestens 20 Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen, mehr als 1 000 Personen kamen allein im Unionsstaat West-Bengalen ums Leben.

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