Lebhafte Nachfrage nach Yen
Euro gibt weiter nach

Eine lebhafte Nachfrage nach japanischen Yen hat den Euro am Freitag ungeachtet der gestiegenen Erwartung einer Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche belastet. Jüngste deutsche Preisdaten vergrößern Analysten zufolge den Spielraum der EZB.

Reuters NEW YORK. Händler begründeten die Verluste des Euro mit umfangreichen Kapitalrückführungen japanischer Konzerne mit Blick auf den Quartalsabschluss im September. Dabei hätten diese aus Bilanzgründen Euro gegen Yen verkauft.

Auch nach der Bekanntgabe des erwartungsgemäßen Rückgangs der US-Auftragseingänge im Juli notierte der Euro am Freitag im frühen New Yorker Handel nur knapp über 91 US-Cent. Die Aufträge für langlebige Güter gingen nach Angaben des US-Handelsministerium im Juli um 0,6 (Juni 2,6) Prozent im Vergleich zum Vormonat zurück. Ohne Rüstung hätten sich die Auftragseingänge um ein (2,2) Prozent verringert.

Zur Eröffnung in New York kostete der Euro 0,9099/9104 $ und lag damit deutlich unter seiner letzten Notiz vom Donnerstagabend von 0,9147/52 $. Gegen 15.00 Uhr MESZ wurde die Gemeinschaftswährung mit 0,9117/22 $ gehandelt, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittag in Frankfurt den Referenzkurs mit 0,9108 $ ermittelt hatte. Die US-Valuta kostete 120,19/25 nach 119,80/88 Yen am Vorabend.

Händlern zufolge zeigte sich der Euro weder von der unerwartet deutlichen Abschwächung der deutschen Erzeugerpreise, noch von den rückläufigen Importpreisen und der verlangsamten Inflation in Frankreich beeindruckt. Die Investoren seien nervös geworden, weil der Euro sich nicht über 110 Yen habe stabilisieren konnte, sagte ein Händler. Derek Halpenny von der Bank of Tokyo Mitsubishi sagte außerdem: "Der Yen wird durch die Repatriierung durch japanische Firmen unterstützt. Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten Japans werden bislang ignoriert".

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