Lebhafte Umsätze
Freundlicher Ausklang an der Wall Street

Die amerikanischen Börsen waren am Mittwoch nach uneinheitlichem Tagesverlauf gegen Schluss des Handels freundlich gestimmt. Es gab lebhafte Umsätze. US-Notenbankchef Alan Greenspan sieht momentan keine Inflationsprobleme, und der Sammelindex führender US-Wirtschaftsindizes legte im Mai kräftig zu. Die positiven Konjunkturnachrichten verdrängten Sorgen über die Gewinnentwicklung der Technologiefirmen.

dpa NEW YORK. Der Dow-Jones-Index stieg um 50,66 Zähler oder 0,48 % auf 10 647,33 Punkte. Der Nasdaq-Index festigte sich um 38,53 Zähler oder 1,93 % und ging mit 2 031,19 Punkten aus dem Handel. Der S&P 500-Index stieg um 10,55 Zähler oder 0,87 % auf 1 223,13 Punkte.

Gute Nachrichten kamen auch von dem Internet- und Medienkonzern AOL Time Warner gekommen, der nach eigenen Angaben an seinen Finanzprognosen für 2001 festhalten wird. Der Technologiesektor sei dagegen von Gewinnwarnungen belastet worden, sagten Händler.

Der Index für die US-Frühindikatoren war nach Angaben des Forschungsinstituts Conference Board vom Mittwoch im Mai 2001 im Vergleich zum Vormonat um 0,5 % gestiegen. Dies ist der höchste prozentuale Anstieg seit Dezember. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg um 0,2 % vorausgesagt. Im April hatte es einen Zuwachs von 0,1 % gegeben. Die Daten gäben Anlass zur Hoffnung, dass die US-Wirtschaft auf Erholungskurs sei, hieß es am Markt. Der Ausblick auf die Entwicklung der US-Wirtschaft in den kommenden drei bis sechs Monaten hat sich einem wichtigen Konjunktur-Indikator zufolge im Mai verbessert.

Der Mediensektor einen Unterstützungsschub durch die AOL Time Warner-Prognose erhalten, hieß es bei Händlern. So stiegen Yahoo-Aktien um 5,66 % auf 16,44 Dollar, während die Anteilsscheine der New York Times mit 3,25 % im Plus bei 41,61 Dollar notierten.

Zu den Hauptverlierern im Dow Jones gehörte Honeywell. Die Titel des High-Tech-Industriekonzerns gaben um 3,97 % auf 36,97 Dollar nach, nachdem Experten der EU-Wettbewerbskommission sich gegen dessen Übernahme durch General Electric ausgesprochen hatten.



Im frühen Handel hatten nach Händlerangaben die Gewinnwarnungen des US-Telekommunikationskonzerns Tellabs sowie des deutschen Halbleiterherstellers Infineon vor allem die Kurse im Technologiesektor ins Minus gedrückt.



Tellabs

hatte am Dienstag nach US-Börsenschluss seine Umsatzprognose für das zweite Quartal mit Hinweis auf die Konjunkturschwäche auf etwa 500 Mill. Dollar von zuvor 780 bis 820 Mill. Dollar zurückgeschraubt. Die Tellab-Aktie brach um 24,48 % auf 16,01 Dollar ein.

Infineon hatte mitgeteilt, das Unternehmen erwarte auf Grund der anhaltenden Marktschwäche und Abschreibungen auf Lagerbestände im laufenden Quartal einen operativen Verlust von bis zu 600 Mill. Euro. Die Titel büßten in New York 14,57 % auf 25,50 Dollar ein.

Der Rentenmarkt tendierte nach oben. Der Euro notierte mit 0,85465 Dollar gegenüber 0,85400 Dollar am Dienstag. Ein Dollar kostete 2,2883 DM gegenüber 2,2901 DM am Vortag.

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