Leere Karten ließen sich auffüllen
Telekom will von Infineon Schadensersatz wegen Telefonkarten-Chips

Wegen nicht fälschungssicherer Telefonkarten-Chips verlangt die Deutsche Telekom vom Münchner Halbleiterhersteller Infineon nach dessen eigenen Angaben Schadensersatz.

afp MüNCHEN. Eine Infineon-Sprecherin wies die Vorwürfe am Montag als unbegründet zurück und sagte, ihr Unternehmen trage keine Verantwortung. Ein Sprecher der Telekom lehnte Angaben zur Höhe des entstandenen Schadens ebenso ab wie zum betroffenen Hersteller. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel"» meldet in seiner jüngsten Ausgabe, ein Netz von Telefonkarten-Fälschern habe die Deutsche Telekom um mehr als 100 Mill. DM (gut 51 Mill. ?) geschädigt.

Angaben des Magazins zufolge kauften Hunderte von Fälschern etwa auf Tauschmärkten für Telefonkartensammler leere Karten, um sie danach auf ihren Nennbetrag von zwölf oder 50 DM (6,14 oder 25,56 ?) hochzuladen. Eine Tätergruppe habe dazu Ladegeräte aus niederländischer Produktion benutzt, die nach Deutschland geschmuggelt und auch heute noch zusammen mit der nötigen Software auf dem Schwarzmarkt angeboten würden. Andere Fälscher bauten neue Schaltkreise in Originalkarten der Telekom ein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%