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„Lego-Steine“: Mit Burkhard Spinnen in die Kindheit der 68er

Sein schrecklichstes Weihnachtsgeschenk, gesteht Burkhard Spinnen, war eine Carrera-Bahn. Ist das zu glauben? Dieses Geständnis wird erst dann verständlich, wenn der halbwüchsige, aufgeweckte Junge Burkhard im Rückblick gesteht, dass er just an dem Heiligabend, an dem der Inbegriff des Weihnachtsgeschenks unter dem Baum lag, den Glauben an das Christkind verlor.

dpa FRANKFURT/MAIN. Sein schrecklichstes Weihnachtsgeschenk, gesteht Burkhard Spinnen, war eine Carrera-Bahn. Ist das zu glauben? Dieses Geständnis wird erst dann verständlich, wenn der halbwüchsige, aufgeweckte Junge Burkhard im Rückblick gesteht, dass er just an dem Heiligabend, an dem der Inbegriff des Weihnachtsgeschenks unter dem Baum lag, den Glauben an das Christkind verlor.

Das neueste Buch des viel gerühmten Autors aus Münster ("Der schwarze Grat", "Langer Samstag") ist voll von kleinen Geschichten wie dieser, die die Frage aufwerfen, ob Spinnen Kindheitstraumata verarbeitet oder nur den alltäglichen Kampf ums Erwachsenwerden in den späten 60er Jahren beschreibt. Der Verfasser von Romanen, Erzählungen und Kinderbüchern erweist sich auch als würdiger Produzent von Miniaturgeschichten: Dank seiner einfachen Sprache, seiner detailgenauen Beobachtungsgabe, seiner witzigen und klugen Wendungen stellt sich auch bei "Lego-Steine" pure Leselust ein. Die Illustrationen von Kay Voigtmann greifen spielerisch leicht die Idylle des Kind-Seins auf und verweisen gleichzeitig mit wenigen Strichen auf die Absurdität so mancher Alltagssituation.



Burkhard Spinnen

Lego-Steine

Schöffling & Co., Frankfurt/Main

80 S., Euro 17,90

Isbn 3-89561-039-9

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