Lehman stuft die Aktie ab
Infineon fallen nach Aktientausch-Ankündigung

Reuters FRANKFURT. Die Aktien des Halbleiterherstellers Infineon sind am Donnerstag nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms des Mutterkonzerns Siemens stark unter Druck geraten. Bis 18.00 Uhr MEZ fielen die Papiere um 5,33 % auf 48,10 Euro und waren damit der größte Kursverlierer im Dax. Der Deutsche Aktienindex büßte bis dahin 1,9 % ein. Die Infineon-Mutter Siemens hatte am Morgen angekündigt, ihre Beteiligung an Infineon auch im Zuge ihres Aktienrückkaufprogrammsweiter reduzieren zu wollen. "Das ist negativ für Infineon, da es das Angebot an deren Aktien erhöht und sich auf den Gewinn je Aktie bei Siemens positiv auswirken kann", sagte ein Händler.

Zudem berichteten Händler über eine Herunterstufung der Infineon-Aktien durch die Investmentbank Lehman auf "Outperform". Die Prognose für den Gewinn je Aktie im Jahr 2001 sei auf 1,30 $ gekürzt worden, hieß es. Grund für die Rückstufung sei der hohe Lagerbestand an DRAM-Chips.

Siemens teilte zudem mit, sie wolle keine "substanziellen Volumina" an Infineon-Aktien an den Markt abgeben. Die Reduzierung des Anteils solle marktschonend vollzogen werden. Konzernchef Heinrich von Pierer bekräftigte, dass Siemens seinen Anteil von derzeit 71 % (inklusive Wandelanleihe) mittelfristig ganz abbauen will. Ein Zeitplan dafür stehe noch nicht fest.

Einem am Donnerstag in München bekannt gegebenen Vorschlag an die Hauptversammlung zufolge soll Siemens-Aktionären ein Tausch ihrer Aktien gegen Infineon-Anteile aus dem Besitz der Siemens angeboten werden. Die zurückgekauften Siemens-Aktien sollen eingezogen werden.

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