Lehrer von bürokratischen Vorgaben entlasten
Niedersachsen führt Zentralabitur ein

Als Reaktion auf sein mäßiges Abschneiden beim Schülerleistungstest PISA wird Niedersachsen das Zentralabitur einführen. Zudem werde es künftig an den Schulen in den Klassen 4, 6 und 8 standardisierte Leistungsvergleichstests geben, kündigte Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) am Donnerstag in Hannover an. Nach den bisher bekannten Daten landet Niedersachsen im PISA-Bundesländervergleich im Mittelfeld.

dpa HANNOVER. "Das Ziel Niedersachsens muss es sein, dass wir in den nächsten Jahren in die Spitzengruppe kommen", sagte Gabriel. Ihm wäre es am liebsten, wenn diese Entwicklung bereits im kommenden Jahr eingeleitet würde. "Aber ich weiß, dass man das sauber vorbereiten muss, sonst wird es nämlich nichts. Hier geht Qualität vor Schnelligkeit." Parallel dazu müssten die Schulen von bürokratischen Vorgaben entlastet werden, um die Lehrer nicht mit zusätzlichen Aufgaben zu überfordern.

Ein Zentralabitur gibt es bislang in den Ländern Bayern, Baden-Württemberg, Saarland, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Andere Länder wie Hessen denken ebenfalls über seine Einführung nach. Gabriel meinte, die standardisierten Abiturprüfungen sollten feste, landesweit einheitliche Bestandteile und je nach Schule variable Komponenten haben. Die Vergleichstests dürften nicht als "Strafinstrument und Selektionsinstrument" verstanden werden.

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