Leibliche Mutter zeigte Vater des Mädchens an
13-Jährige zum Selbstmordversuch überredet

Um seine Ehefrau zurückzubekommen hat ein Vater seine 13 Jahre alte Tochter zu einem Selbstmordversuch überredet. Das gestand der 45 Jahre alte Kaufmann am Montag vor dem Hamburger Landgericht.

HB/dpa HAMBURG. Er hatte ihr erzählt, in einem anderen Fall habe ein Selbstmordversuch die Partnerin zur Rückkehr bewogen. Die Tochter überlebte und musste nach Angaben des Staatsanwaltes mehr als drei Monate medizinisch behandelt werden.

Die Schülerin war mit ihrer 17 Jahre alten Schwester zu einem Friedhof gegangen und hatte den Medikamenten-Mix eingenommen. Ihre Schwester holte nach kurzer Zeit Hilfe, weil das Mädchen schwankte und weinte. Die 13-Jährige fiel ins Koma und lag tagelang auf der Intensivstation.

Nach der Tat hatten die Schwestern zunächst nichts von dem Plan des Vaters erzählt. Die Frau, um die es sich drehte, war nicht ihre Mutter, sondern die zweite Frau ihres Vaters. Sie ließ sich trotzdem von ihm scheiden. Nachdem die Mädchen ihrer leiblichen Mutter von dem Plan erzählt hatten, zeigte sie ihren Ex-Mann wegen der Tat an.

Mit dem wortkargen Geständnis erspart der Vater seinen Töchtern eine Aussage vor Gericht. Zwei Mal bejahte er die Frage, ob die Anklage zutreffe. Das Urteil wird an diesem Freitag erwartet.

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