Leichen in den Müll geworfen
Studentin tötet zwei Babys

Eine 28 Jahre alte Studentin aus Hildesheim hat gestanden, ihre beiden neu geborenen Kinder getötet zu haben. Das berichtete die Polizei am Donnerstag.

HB/dpa HILDESHEIM. Die Frau gab zu, ihren ersten Sohn im September vergangenen Jahres und den zweiten Jungen im August dieses Jahres jeweils kurz nach der Entlassung aus einer Klinik in Hildesheim getötet zu haben.

Die ledige Studentin habe die Säuglinge nach eigenen Angaben jeweils mit einem Kissen erstickt und die Leichen anschließend in Hausmülltonnen geworfen, sagte der Sprecher der Hildesheimer Polizei, Walter Wallott. Die 28-Jährige solle dem Haftrichter vorgeführt werden. Zum Motiv der Frau war zunächst nichts bekannt.

Auf die Spur der Sozialpädagogik-Studentin seien die Ermittler gekommen, weil diese sich am Dienstag selbst an die Polizei in Holzminden gewandt habe, sagte Wallott. Dort habe sie eine Geschichte erzählt, die bei den Beamten massive Zweifel hervorrief. Die 28- Jährige habe angegeben, ihre Kinder jeweils kurz nach der Geburt in Hildesheim an einen Unbekannten verkauft zu haben. Die Polizei möge ihr nun helfen, die Jungen wieder zu finden.

Dieses "Lügengebäude" habe die Frau offenbar erfunden, weil sie Antworten auf Fragen aus ihrem persönlichen Umfeld geben wollte, sagte ein Polizeisprecher in Holzminden. Angehörige, die allerdings nur von dem älteren Kind wussten, hätten sich immer drängender nach dem Verbleib des Jungen erkundigt. Nachdem sie bereits das Jugendamt und andere Behörden bei der angeblichen Suche nach den Kindern eingeschaltet habe, sei die Studentin schließlich bei der Polizei in ihrer Heimatstadt Holzminden aufgetaucht.

Weil ihnen die Schilderungen der Frau absolut unglaubwürdig vorkamen, alarmierten die Holzmindener Beamten ihre Kollegen in Hildesheim. Dort verwickelte sich die 28-Jährige bei weiteren Vernehmungen am Mittwoch schnell in Widersprüche. Später legte sie dann ein Geständnis ab.

Es bestehe keine Chance mehr, die Leichen der beiden kleinen Jungen noch zu finden, sagte Polizeisprecher Wallott. Der Hausmüll, in den die Mutter die toten Kinder gelegt habe, sei längst verbrannt.

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