Leichen waren völlig verkohlt
Fünf Menschen bei Tunnelbrand in Österreich getötet

Bei einem Brand in einem Autobahntunnel nördlich von Graz sind am Montag fünf Menschen ums Leben gekommen.

afp GRAZ. Unter den Toten befanden sich auch zwei Kinder, wie ein Sprecher der Rettungskräfte mitteilte. Vier weitere Menschen wurden bei dem Feuer im Gleinalmtunnel verletzt, zwei von ihnen schwer. Zuvor war von vier Toten und vier Verletzten die Rede gewesen. Die Leichen, die alle in einem Fahrzeug gefunden wurden, waren nach Angaben der Rettungskräfte völlig verkohlt. Die Nationalität der Opfer wurde zunächst nicht bekannt. Rettungshubschrauber brachten die Verletzten in ein Krankenhaus nach Graz. Das Feuer brach den Angaben zufolge nach dem Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge in der Mitte des 8,5 Kilometer langen einröhrigen Tunnels aus. Die Zufahrten zum Autobahntunnel auf der A9 in der Steiermark wurden gesperrt.

Der drittlängste österreichische Autobahntunnel wird von 14.000 Fahrzeugen am Tag benutzt. In einer Untersuchung des ADAC hatten Ingenieure den Gleinalmtunnel vor zwei Jahren als "bedenklich" eingestuft. Im vergangenen Jahr wurden die Sicherheitsmaßnahmen allerdings verbessert, für dieses Jahr sind weitere 22 Millionen Schilling (3,1 Millionen Mark/1,6 Millionen Euro) dafür vorgesehen.

Die Tester hatten 1999 in den meisten europäischen Tunneln fehlende Fluchtwege bemängelt, über die sich Autofahrer im Brandfall in Sicherheit bringen können. Auch müssten oft alle Autos durch eine einzige Röhre fahren und seien damit dem Gegenverkehr ausgesetzt. Weitere häufige Sicherheitsmängel waren in der Untersuchung auch das Fehlen von Pannenbuchten und veraltete Systeme der Brandlüftung.

Im Mai 1999 waren bei einem Brand im Tauerntunnel zwölf Menschen gestorben. Damals war ein Lastwagenfahrer mit überhöhter Geschwindigkeit in einen Stau gefahren und hatte das verheerende Feuer in dem Tunnel ausgelöst.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%