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Leicht im Minus

Ein unspektakulärer Börsentag ist zu Ende. Beide Indizes haben ein paar Punkte verloren, aber so richtig wehgetan hat es auch nicht. Der Dow Jones Index beendete den Tag mit 10 564 Punkten und 22 Zähler im Minus. Der Nasdaq Index hinkte mit 2750 Punkten in die Verlustzone. Damit ist die dreitägige Gewinnsträhne der Technologiebörse erstmal vorbei.

Belastend wirkte am Montag eine Gewinnwarnung von Dell. Der größte PC-Direktvertrieb hat die Erwartungen für das vierte Quartal von 26 Cents auf 18 bis 19 Cents Gewinn pro Aktie gesenkt. Die Absatzzahlen stimmen, allein die Kosten sind laut Management zu hoch. Diese sollen daher auch massiv reduziert werden. Mit in die Tiefe gerissen werden neben den Konkurrenten IBM, Hewlett-Packard und Apple auch Softwarehersteller. Oracle und Microsoft führten die Nasdaq Verliererliste an.



Juniper Networks

wurde nicht mit Vorschusslorbeeren bedacht - im Gegenteil. Der Hersteller von Glasfaserteilen verlor an Marktwert. Das Unternehmen wird am Donnerstag Quartalszahlen melden. Investoren befürchten, dass das Unternehmen seine Gewinn- und Umsatzerwartungen nicht einhalten kann. Im vierten Quartal haben Kunden versucht, die Lagerbestände abzubauen.



Vor allem die Einzelhandelswerte können zum Wochenauftakt die Verluste des Börsenbarometers begrenzen. Home Depot und Wal-Mart führen die Gewinnerliste an. Nachdem Home Depot die Anleger am Freitag mit einer Gewinnwarnung geschockt hatte, erholt sich die Aktie am Montag von ihren Kursverlusten. ING Barings reduzierte am Montag die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr von 1,36 auf 1,17 Dollar, bestätigte die Aktie aber weiterhin auf der Empfehlungsliste.



Auftrieb gaben den Einzelhandelsaktien positive Kommentare der Investmentbank Goldman Sachs. Die Analysten gehen davon aus, dass im Einzelhandelssektor derzeit großes Potenzial steckte. Gap, Sears und Target wurden auf die Empfehlungsliste gesetzt. Dagegen bestätigen sie Home Depot, Staples, Tiffany und Toys ´R´ Us auf der Empfehlungsliste.



Amgen

sorgte für frischen Wind. Der Wert konnte rund zwölf Prozent an Wert gewinnen, nachdem das weltgrößte Biotechnologieunternehmen einen Rechtsstreit gegen Konkurrent Transkaryotic Therapies gewann. Ein Bundesgericht hat entschieden, dass Transkaryotic Therapies das Patentrecht verletzt hat und vorerst keine eigene Version des Anämiemittels Epogen auf den Markt bringen darf. Laut Analystenschätzungen erzielt Amgen mit dem Medikament jährlich einen Umsatz von rund vier Milliarden Dollar. Die Investmentbank Goldman Sachs bestätigt am Montag die Aktie auf der Empfehlungsliste.



Am Abend kamen weitere Quartalszahlen. American Express lag mit 50 Cents im Rahmen der Erwartungen, das Gewinnwachstum liegt bei zwölf Prozent. Die Prognosen für das Gesamtjahr 2001 wird nach Unternehmensangaben im unteren Bereich der ursprünglichen Prognosen liegen.



Texas Instruments

hat wesentlich schlechtere Zahlen vorgelegt. Der Chiphersteller liegt mit 33 Cents Gewinn pro Aktie zwei Cents unter den Erwartungen. Insbesondere im Mobilbereich sieht das Unternehmen einer schwachen Zukunft entgegen, da Kunden ihre Lager abbauen müssen.

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