Leichtathletik
Dietzsch steht vor Olympia-Verzicht

Franka Dietzsch wird wohl nicht zum deutschen Olympia-Aufgebot gehören. Die dreimalige Diskus-Weltmeisterin steht knapp einen Monat vor dem Auftakt in Peking (8. - 24. August) offenbar vor einem Olympiaverzicht.

"Ich würde die Chancen auf ihren Start jetzt mit 10:90 einstufen. Vor zehn Tagen standen sie noch 50:50. Es sieht nicht danach aus, als dass es noch ein Wunder gibt", sagte Dietzsch-Trainer Dieter Kollark am Sonntag dem Sport-Informations-Dienst (sid) zur Situation der Neubrandenburgerin.

Franka Dietzsch, die den Frühsommer mit Bluthochdruck kämpfte und nur einen Wettkampf (59,47m) bestritt, hatte bei der Absage ihres Starts für die deutschen Meisterschaften am ersten Juli-Wochenende in Nürnberg erklärt: "Das Problem ist durch Medikamente deutlich besser geworden. Aber seit eineinhalb Wochen macht mein linker Fuß verstärkt Schwierigkeiten. Die Schmerzen waren auch vorher da, aber längst nicht so schlimm."

Dietzsch kann nur Standwürfe absolvieren

Laut Kollark hat sich die Situation der 40-Jährigen zwar nicht verschlechtert, "aber die Zeit läuft uns weg. Wenn es in einer Woche nicht besser wird, kann sie Olympia vergessen. Sie müsste jetzt schon werfen können. Wir konnten vergangene Woche nicht viel trainieren, es waren nur einige Standwürfe möglich."

Kollark will vor der Nominierung, die der Deutsche Olympische Sportbund (Dosb) am Montag vornimmt und am Dienstag bekannt gibt, die Situation mit Cheftrainer Jürgen Mallow vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) erörtern. Möglicherweise fällt dann in Abstimmung mit Franka Dietzsch schon die Entscheidung über den Olympia-Verzicht.

© SID

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