Leichtathletik
Eklat beim 200 m Lauf

Hochkonzentriert bewegten sich die Läufer zum Start. Unter ihnen seit 1984 zum ersten Mal wieder ein Deutscher: Tobias Unger. Es sollte das Finale für alle werden, aber gestört wurde dieses Rennen durch ein Pfeifkonzert. Die Griechen hinterliessen keinen guten Eindruck als fairer Gastgeber bei den Sportlern und allen Sportinteressierten.

HB ATHEN. Gellende Pfiffe, "Kenteris, Kenteris"- und "Hellas, Hellas"-Rufe: Die griechischen Zuschauer haben beim 200-m-Finale in Athen ihren gestürzten Volkshelden Kostas Kenteris gerächt und am Donnerstagabend für einen Eklat im Olympiastadion gesorgt. Tobias Unger hätte sich beim größten Erlebnis seiner Karriere am liebsten die Ohren zu gehalten. Vor allem der spätere Sieger Shawn Crawford aus den USA wurde gnadenlos ausgepfiffen.

"Eine Schande und eine Missachtung des Fairplay", kritisierte Helmut Digel, der Vizepräsident des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF). Frankie Fredericks aus Namibia bat das Publikum verzweifelt um Ruhe. Der Stadionsprecher ließ das Treiben minutenlang zu und bat erst dann um Stille. "Das hätte man nicht sich selbst überlassen dürfen. Da hätte die Regie eingreifen müssen", sagte Digel. Erst nach einem Fehlstart kamen die Sprinter aus den Blöcken.

Seite 1:

Eklat beim 200 m Lauf

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%