Leichtathletik
Gerangel um Bolts Sieges-Gesten

Der neue Sprintkönig Usain Bolt erregt weiter die Gemüter: Der Vorsitzende der IOC-Athleten-Kommission widersprach am Freitag IOC-Präsident Jacques Rogge, der den Jamaikaner nach seinem zweiten Olympiasieg in Weltrekordzeit über 200 Meter schwer gerügt hatte. Der Belgier kritisierte, der 22 Jahre alte Jamaikaner habe seinen Rivalen zu wenig Respekt entgegengebracht.

"Wir können einem jungen Kerl, der die 100 Meter in 9,69 Sekunden rennt, nicht vorschreiben, wie er sich danach zu verhalten hat", entgegnete Athleten-Chef Frankie Fredericks (Namibia), selbst viermaliger Silbermedaillen-Gewinner bei Olympia. "Das ist einfach seine Art auszudrücken, dass er etwas geschafft hat, was keinem zuvor gelungen ist", ergänzte er zu Bolts Jubel-Gesten.

Rogge hatte am Tag zuvor in einem bislang einmaligen Vorgang den neuen Leichtathletik-Star öffentlich zur Ordnung gerufen. "Er sollte seinen Konkurrenten gegenüber mehr Respekt zeigen. Das würde dem olympischen Geist entsprechen", sagte der Belgier. Er habe kein Problem mit Bolts Showeinlagen vor dem Start, ergänzte er, "aber hinter der Ziellinie wäre eine faire Geste angemessen."

Bolt hatte vor und nach dem 100-Meter-Rennen mit aufreizenden Gesten für Aufsehen gesorgt und war die letzten 20 Meter mit ausgebreiteten Armen ins Ziel eingelaufen. Bei seinem zweiten Weltrekordsprint zu Gold über 200 Meter in 19,30 Sekunden hatte Bolt darauf verzichtet.

© SID

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