Leichtathletik
Ghirmais Olympiatraum wohl geplatzt

Hindernisläufer Filmon Ghirmai hat das Last-Minute-Ticket für die Olympischen Sommerspiele in Peking (8. bis 24. August) verpasst. Der Tübinger lief am Sonntagabend im belgischen Heusden als Zehnter über 3000 Meter Hindernis 8:26,66 Minuten und vergab die Chance, die Olympianorm von 8:22,50 nachzureichen.

Der Tübinger Europacup-Sieger von 2007 kann nun nicht mehr mit einer Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (Dosb) rechnen.

"Die Enttäuschung ist ziemlich groß. Ich war wirklich sehr knapp dran. Aber am Ende hat mir das Quäntchen Glück gefehlt. Ich muss diese Enttäuschung jetzt erstmal verdauen und sehe dann, wie es weitergeht", sagte Filmon Ghirmai.

Kipkoech gewinnt in Jahresweltbestzeit

Damit wird sich das deutsche Leichtathletik-Team bei der Nachnominierung wohl nur auf 64 Athleten erhöhen. Denn Ex-Dreisprung-Weltmeister Charles Friedek (Leverkusen) hatte am Samstag per Einstweiliger Verfügung erzwungen, dass ihn der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) im Nachgang für Peking vorschlug. Ob der Dosb dem folgt, ist aber noch nicht sicher. Zudem ist der Start der gesundheitlich angeschlagenen Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch (Neubrandenburg) weiter fraglich.

Das Hindernisrennen gewann der kenianische Olympiadritte Paul Kipkoech in der Jahresweltbestzeit von 8:00,58 Minuten mit riesigem Vorsprung, den angestrebten Weltrekord von 7:53,63 verfehlte er. Über 5000m siegte Mourad Marofit (Marokko) nach der Steigerung um fast 15 Sekunden in 13:02,84 vor dem erst 18-Jährigen Kenianer Levy Matebo (13:03,04). Für eine weitere herausragende Leistung sorgte Belgiens Europameisterin Tia Hellebaut mit 2,00m im Hochsprung.

© SID

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