Leichtathletik
Harting glaubt an Medaillenchance

Am Tag vor dem Kampf um die Medaillen gab sich Robert Harting ganz entspannt. Nach seiner Zitterpartie ins Finale der Diskuswerfer schaute sich der 126 Kilo schwere 2-Meter-Mann im deutschen Mannschaftsbüro erst mal die Endkämpfe der Gewichtheber an.

"Die Qualifikation am frühen Morgen war nicht meine Sache. Am Dienstagabend wird es anders laufen", sagte er nach über einer Stunde Hoffen und Bangen um den Einzug ins Finale. Einen großen Gegner habe er dort ja schon mal weniger, sagte Harting angesichts des Scheiterns von Ehsan Hadadi (Iran), der dieses Jahr in zwei Wettkämpfen über 69 Meter geworfen und alle Olympiafavoriten geschlagen hatte. Außerdem: Er selbst fühlt sich gut, "die Verletzung am Wurffinger ist auskuriert, eine Medaille ist das Ziel", erklärt der 23 Jahre alte Sportsoldat.

WM-Silber in Osaka 2007

Vor einem Jahr war Harting mit Silber bei der WM in Osaka die große deutsche Überraschung. Mit 66,68m hatte er den damals indisponierten Litauer Virgilius Alekna aus den Medaillenrängen gedrängt. Weltmeister war 2007 der Este Gerd Kanter geworden, der mit 71,88m die Weltrangliste 2008 vor dem zweifachen Olympiasieger Alekna (71,25) anführt. Sechster ist Harting mit 68,65m.

Der Berliner wird in Peking von dem mit Dopingvorwürfen aus DDR-Zeiten konfrontierten Trainer Werner Goldmann betreut. Die Präsidialkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb) hatte entschieden, die Nominierung Goldmanns aufrechtzuerhalten - trotz der Anschuldigungen, die der ehemaligen Kugelstoßer Gerd Jacobs in der ZDF-Dokumentation "Mission Gold: Wie sauber sind die Spiele?" erhoben hatte.

© SID

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