Leichtathletik
Mikitenko bangt um Olympia-Start

London-Marathonsiegerin Irina Mikitenko muss um ihren Start bei den Sommerspielen in Peking (8. bis 24. August) bangen. Die Wattenscheiderin hat Rückenprobleme, weshalb sie ihre Olympia-Generalprobe am Samstagabend bei der Berliner Citynacht absagte.

"Es sind Rücken- und Beckenprobleme, die auch auf den Fuß ausstrahlen. Wenn ich loslaufe, habe ich 20 Minuten später Fußprobleme. Es ist wie ein Kreis", erklärte die 35-Jährige, die seit ihrem Erfolg im April in London Medaillenkandidatin ist.

Die Probleme hätten bereits vor sechs Wochen begonnen, berichtet die gebürtige Kasachin, die sich derzeit im Höhentrainingslager in der Schweiz aufhält: "Nach Spritzen ist es zunächst besser geworden. In St. Moritz hat es dann wieder angefangen."

"Ich hoffe, ich schaffe das"

Vor Ort wird Mikitenko gerade von einem Arzt des Schweizer Verbandes betreut, auch ein örtlicher Physiotherapeut kümmert sich um sie. "Fakt ist: Ich kämpfe mit Schmerzen, muss zur Behandlung. Seit ein paar Wochen kann ich keine schnellen Läufe machen. Aber: Seit dieser Woche kann ich wieder meine Dauerläufe durchführen", sagt die zweifache Mutter, 2000 Olympia-Vierte und 2004 Olympia-Siebte jeweils über 5000m.

Den Traum von ihren vierten Olympischen Spielen hat sie aber noch nicht aufgegeben: "Ich hoffe, ich schaffe das. Aber ich habe leider nicht viel Zeit." Ihre Entscheidung will Mikitenko nach einem letzten Trainingstest am Freitag treffen. Der Marathonlauf der Frauen findet in Peking am 17. August (Sonntag) statt.

© SID

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