Leichtathletik Olympia
Galkina-Samitowa gewinnt Gold im Hindernislauf

Die Russin Gulnara Galkina-Samitowa hat für eine spektakuläre Premiere des Hindernislaufs bei Olympischen Spielen gesorgt: Sie errang ihre Goldmedaille in Weltrekordzeit.

Als die Frauen die letzte Hürde zur sportlichen Emanzipation nahmen, war Gulnara Samitowa-Galkina nicht nur die Schnellste, sondern verbesserte zugleich ihren eigenen Weltrekord. Die Russin kürte sich in 8:58,81 Minuten zur ersten Olympiasiegerin über 3000m-Hindernis und schrieb damit Sportgeschichte. Zu Silber lief Eunice Jepkorir aus Kenia (9:07,41), Bronze holte in Weltmeisterin Jekaterina Wolkowa (9:07,64) eine weitere Russin.

Vor vier Jahren hatte Samitowa-Galkina letztmals den Weltrekord auf 9:01,59 verbessert, war danach bei Olympia in Athen aber noch über 5000m gestartet und dabei Sechste geworden. Dorcus Inzikuru aus Uganda, die 2005 in Helsinki das erste WM-Gold über die 3000m-Hindernis gewann, war wegen Formschwäche nicht am Start.

Finale ohne deutsche Beteiligung

Die deutsche Meisterin Antje Möldner hatte das Finale trotz eines neuen deutschen Rekordes verpasst. Die Potsdamerin verbesserte sich im Vorlauf, ihrem erst vierten Rennen auf dieser Distanz, auf 9:29,86 Minuten und lag damit 4,35 Sekunden unter ihrer bisherigen Bestmarke vom 1. Mai.

In den vergangenen zwölf Jahren sind vier neue Disziplinen für Frauen in das nun 47 Entscheidungen umfassende olympische Leichtathletik-Programm integriert worden: Dreisprung (1996), der Stabhochsprung und der Hammerwurf (je 2000) sowie nun der Hindernislauf.

© SID

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