Leichtathletik Olympia
Geher Bortschin holt Gold über 20km

Walerij Bortschin aus Russland hat Olympiagold im 20km Gehen gewonnen. Silber ging an Jefferson Perez (Ekuador), der Australier Jared Tallent holte Bronze.

Der EM-Zweite Walerij Bortschin aus Russland hat Olympiagold im 20km Gehen gewonnen. Der 21-Jährige verwies Atlanta-Olympiasieger Jefferson Perez (Ecuador) in 1:19:01 Stunden mit 14 Sekunden Rückstand auf Platz zwei. Bronze ging an den Australier Jared Tallent, der 51 Sekunden nach dem Sieger das Ziel erreichte.

Der Berliner Andre Höhne hatte mit der Entscheidung nichts zu tun und kam nach 1:23:13 Stunden auf Platz 25 ins Ziel. "Ich bin ähnlich schnell unterwegs gewesen wie im letzten Jahr bei der WM, aber was die vor mir veranstaltet haben, war einfach unglaublich", sagte Höhne. Ob er am kommenden Freitag auch noch die 50-km-Distanz bestreiten wird, ließ Höhne offen.

Der russische Top-Favorit Sergej Morozow war nicht am Start. Ein Teamsprecher erklärte, der Weltrekordler sei gar nicht erst nach Peking gereist. Gründe dafür wollte er nicht nennen. Erst wenige Tage vor den Spielen waren drei russische Geher des EPO-Dopings überführt worden, darunter auch der für Peking vorgesehene Ex-Weltrekordler Wladimir Kanaikin, der als Medaillenkandidat galt.

Sieger Bortschin wollte auf die Fälle nicht näher eingehen: "Ich weiß nicht was da passiert ist. Zuletzt habe ich alleine trainiert. Einige meiner Teamkollegen sind krank geworden und deshalb sind sie nicht hier."

Höhne konnte sich auch nicht damit trösten, dass er diesmal von einem ähnlich dramatischen Verlauf wie bei der WM 2007 verschont geblieben war. Damals beendete er im Glauben, das Ziel erreicht zu haben, das Rennen 200m zu früh und kollabierte anschließend beim Bad im Wassergraben. In Peking, so Höhne, habe er nicht nach dem Wassergraben gesucht, als er ins Stadion einbog. Auch körperlich habe er sich relativ wohl gefühlt.

Etwas anderes machte Höhne diesmal viel mehr zu schaffen: "Das Rennen war langatmig, die Zuschauer waren weit weg. Man fühlte sich auf der Strecke verdammt einsam."

© SID

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