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Leichte Entspannung an Röhölmärkten nach Höhenflug der Vorwochen

Die Lage an den internationalen Rohölmärkten hat sich am Montag nach dem Höhenflug der Vorwoche etwas entspannt. Bereits am Freitagnachmittag hatte sich die Notierungen in New York wegen des etwas entschärften Konflikts in der irakischen Stadt Nadschaf von der 50-Dollar-Marke je Barrel gelöst. Am Montag setzte sich der Kursrückgang in London und New York mit positiv aufgenommenen Nachrichten aus dem Irak fort.

dpa-afx LONDON/NEW YORK. Die Lage an den internationalen Rohölmärkten hat sich am Montag nach dem Höhenflug der Vorwoche etwas entspannt. Bereits am Freitagnachmittag hatte sich die Notierungen in New York wegen des etwas entschärften Konflikts in der irakischen Stadt Nadschaf von der 50-Dollar-Marke je Barrel gelöst. Am Montag setzte sich der Kursrückgang in London und New York mit positiv aufgenommenen Nachrichten aus dem Irak fort.

In New York gab die Notierung bis zum Abend 17 Cent auf 46,55 $ je Barrel (159 Liter) nach. Auch in London sank der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober um fünf Cent auf 43,49 $. Zum Wochenausklang war die Notierung erstmals über 45 $ geklettert.

'Korrektur Keine Überraschung'

Der Rohölexport des Irak über die südlichen Pipelines hat nach Einschränkungen in der Vorwoche wieder sein Normalniveau erreicht, führten Händler als Grund für die sinkenden Notierungen an. "Die Lage im Irak scheint sich etwas zu entspannen", sagte Ölexperte Chris Mccormack von ABN Amro. Nach dem kräftigen Kurssprung der Vorwochen sei die nun eingetretene Korrektur aber "keine Überraschung".

Nach Einschätzung der Société Générale (SG) zeichnet sich aber noch keine dauerhafte Entwarnung an den Ölmärkten ab. SG-Analystin Deborah White erwartet kurzfristig Ölpreise von 50 $ pro Barrel. "Was schief gehen kann, wird auch schief gehen", zitiert sie in einer Studie das Gesetz von Murphy. Die angespannte Sicherheitslage im Irak sei nicht die einzige Belastung für den Ölmarkt. Laut White bleiben auch die Exporte des russischen Ölkonzerns Yukos gefährdet.

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