Leichte Enttäuschung über Ausblick
Post spürt mittlerweile raues Konjunkturklima

Die Deutsche Post AG, Bonn, hat ihren Gewinn in 2001 stärker als von Analysten erwartet gesteigert. Der Umsatzzuwachs ist allerdings hinter der eigenen Prognose zurückgeblieben.

agr DÜSSELDORF. Für 2002 sind die Aussichten eher verhalten. "Wir erwarten eine Fortsetzung des Erfolgskurses, allerdings wird es schwierig, unser operatives Ergebnisziel erneut zu übertreffen", sagte Post-Chef Klaus Zumwinkel. Inklusive des Expressdienstleisters DHL, der 2002 erstmals konsolidiert wird, erwartet Zumwinkel einen Umsatz von gut 41 Mrd. Euro.

2001 ist der Umsatz nach den vorläufigen Zahlen um 2 % auf 33,4 Mrd. Euro gestiegen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ebita) kletterte um 7,1 % auf 2,6 Mrd. Euro. Der Konzerngewinn legte um 4,6 % auf 1,6 Mrd. Euro zu. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,42 (Vorjahr: 1,36) Euro.

Zumwinkel hatte Ende vergangenen Jahres noch ein Umsatz- und Ergebnisplus von jeweils 5 % in Aussicht gestellt und war aus steuerlichen Gründen von einem Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau von 1,5 Mrd. Euro ausgegangen. Die Ergebnisverbesserung beurteilt er daher positiv. Es sei der Post gelungen, im Jahr eins nach dem Börsengang trotz erheblicher Konjunkturabschwächung das Rekordergebnis von 2000 noch einmal zu übertreffen. Eine besonders positive Entwicklung habe die Post in den Sparten Express und Logistik erzielt. Von dem Fortschritt bei der Integration der Bereiche erwartet er weitere Verbesserungen.

Gunnar Cohrs von der Berenberg Bank beurteilt die Zahlen des Bonner Konzerns insgesamt positiv. Habe der Umsatz leicht unter den Erwartungen gelegen, lägen Ergebnis und Gewinn leicht darüber. Angesichts der konjunkturellen Flaute sei es nicht überraschend, dass die Post noch keinen klaren Ausblick für 2002 riskiere. Die Logistikbranche könne sich der konjunkturellen Entwicklung nicht entziehen.

Cohrs rechnet 2002 daher bereinigt um DHL nur mit einem geringen Umsatzanstieg um 1 %. Der Konzerngewinn werde leicht auf 1,35 Mrd. Euro sinken. Cohrs empfiehlt die Aktie Gelb aber weiter zum Kauf. Der faire Wert der Aktie liege bei 21 Euro. Die Aktie Gelb sei fundamental unterbewertet.

Für Karl Green von der Commerzbank lagen die Zahlen der Post im Rahmen der Vorhersagen. Von der Gewinnprognose ist er aber enttäuscht. Green hatte mit einem leichten Plus gerechnet.

Die Post-Aktie reagierte auf die Zahlen mit einer Berg- und Talfahrt und pendelte sich dann bei einem Plus von 1,2 % auf 14,92 Euro ein.

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