Leichte Umsatzsteigerung erwartet
SoftM rutscht 2000 in die Verlustzone

Die SoftM Software und Beratung AG hat im abgelaufenen Jahr weniger Verlust gemacht als befürchtet, obwohl der Umsatz noch unter den zweimal reduzierten Erwartungen blieb.

rtr MÜNCHEN. Mit einem Konzernverlust vor Steuern von minus 2,3 (Vorjahr: plus 11) Mill. DM rutschte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen aus München nach Angaben vom Freitag in die Verlustzone. Der Fehlbetrag fiel aber geringer aus als im November mit 3,2 Mill. DM erwartet. Der Umsatz sank auf 88,9 (102) Mill. DM und blieb damit knapp unter den erwarteten 90 Mill. DM. Schuld an dem Rückgang sei vor allem das Geschäft mit Hardware gewesen, sagte SoftM-Vorstandschef Hannes Merten in München. In diesem Bereich setzte SoftM mit 36 Mill. DM 24 % weniger um als ein Jahr zuvor.

Für das laufende Jahr erwartet SoftM wieder ein "deutlich positives Ergebnis", hieß es. Der Vorsteuergewinn werde bei 0,5 Mill. DM liegen, prognostizierte Merten. Der Auftragseingang solle um 40 % steigen. Dennoch erwarte SoftM nur eine leichte Umsatzsteigerung auf 95 Mill. DM. Etwa die Hälfte der eingehenden Aufträge würden nämlich erst 2002 bilanzwirksam, erläuterte Merten.

Entwicklung wurde teilweise nach Tschechien verlagert

Der sinkende Umsatz im vergangenen Jahr sei vor allem auf den deutlich rückläufigen Verkauf von Hardware zurückzuführen, der durch Lieferprobleme bei IBM mit verursacht worden sei. Zudem hätten 1999 viele Kunden die EDV-Umstellung auf das Jahr 2000 genutzt, um ihre Soft- und Hardware zu aktualisieren. Vorstandschef Merten sprach von einem Basiseffekt. "1999 war überdurchschnittlich gut, inzwischen hat sich der Markt wieder normalisiert", sagte er. SoftM habe erwartet, dass durch die Jahr-2000-Umstellung bei den Kunden einiges liegen geblieben sei, das im ersten Halbjahr aufgearbeitet hätte werden müssen. "Die Kunden haben es aber leider erstmal liegen lassen", sagte Merten. Auch 2001 rechnet das Unternehmen mit einer Stagnation des Hardware-Geschäfts bei 36 Mill. DM Umsatz. Ein Verkauf des Bereichs sei aber nicht geplant.

Seit Jahresbeginn habe SoftM einen Teil der Entwicklung in das tschechische Pilsen verlagert. Bis Jahresende sollen dort zehn der dann insgesamt 385 (355) Mitarbeiter unter "finanziell günstigeren Bedingungen" in Böhmen Software entwickeln, sagte Merten. Vertriebschef Ralf Gärtner kündigte an, sich in diesem Jahr verstärkt auf mittelständischen Handel und die Nahrungs- und Genussmittelindustrie im Inland zu konzentrieren. Dort sei für das Unternehmen noch viel zu verkaufen.

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