Leichter Besucherrückgang
IFA wird ihrem Ruf als Konjunkturlokomotive "voll gerecht"

Die Internationale Funkausstellung (IFA) 2001 in Berlin ist Geschichte. Nach neuntägiger Dauer schloss die Leitmesse der Consumer Electronics am Sonntagabend ihre Pforten. Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GFU) und die Messe Berlin als Veranstalter zogen zum Abschluss eine "sehr positive Bilanz".

ddp BERLIN. Die Messe sei ihren Ruf als Konjunkturlokomotive "voll gerecht" geworden und habe die Erwartungen von Ausstellern und Besuchern "mehr als erfüllt". Einziger "Wermutstropfen" sei ein leichter Rückgang bei den Besucherzahlen. Nach 380 000 Gästen auf der IFA 1999 wurde in diesem Jahr mit 350 000 Besuchern gerechnet.

Die meisten IFA-Aussteller hätten bei den Geschäftsabschlüssen die Ergebnisse von vor zwei Jahren deutlich übertroffen, vielfach zweistellig, bilanzierten die Veranstalter. Nach einem schwachen ersten Halbjahr habe die Messe damit die erwartete Trendwende für die Branche eingeleitet und sich als Zugpferd für das Herbst- und Weihnachtsgeschäft erwiesen. Insgesamt wurden Abschlüsse von rund vier Mrd. DM vermeldet.

DVD-Recorder im Fokus

Auf der IFA präsentierte die Rekordzahl von 915 Ausstellern aus 40 Ländern die neuesten Innovationen im Bereich der Konsumelektronik. Dazu gehörten Plasma-Bildschirme, LCD-Fernseher, Projektions- und TV-Geräte mit Internet-Zugriff, Bilder als Lautsprecher, miniaturisierte Camcorder und MP3-Spieler. Für viele Besucher standen die neuen Festplatten- und DVD-Recorder im Fokus.

Nach einer Umfrage eines unabhängigen Marktforschungsinstituts beurteilten drei von vier Ausstellern ihr geschäftliches Ergebnis mit sehr gut, gut oder zufriedenstellend. Gut drei Viertel der Aussteller (78 %) erwarten ein gutes Nachmessegeschäft, wobei neben vielen neuen Fernsehgeräten, Home-Cinema-Lösungen und Handys der neuesten Generation vor allem die neuen digitalen Aufzeichnungsgeräte im Mittelpunkt stehen werden.

Feuerwerk zum 75. Geburtstag des Funkturms

Den Rückgang bei den Besucherzahlen führte der Messe-Sprecher unter anderem auf die Vielzahl von Veranstaltungen an diesem Wochenende in Berlin zurück, darunter der Tag der offenen Tür im Kanzleramt und in den Bundesministerien. Nach anfänglichem schwächeren Beginn auf Grund der Hitze am ersten Messewochenende waren die Veranstalter im Laufe der Woche zunächst optimistisch gewesen, die Besucherzahl der IFA 1999 erreichen zu können. Ein Renner mit mehreren zehntausend Gästen war die IFA-Night am Freitagabend. Erstmals in der 77-jährigen Geschichte standen die Messetore bis Mitternacht für Besucher offen. Geboten wurde eine Mischung aus Produkt- und Trendshow sowie Unterhaltung. Höhepunkt des nächtlichen Spektakels war ein 15-minütiges Feuerwerk anlässlich des 75. Geburtstags des Funkturms.

Die IFA wurde von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet. Zu den 15 Kongressen, Symposien und Seminaren kamen über 5 000 Gäste. Zu den Highlights zählte die Verleihung der Multimedia-Preise "Digi-Globe" durch die Telekom und das Nachrichtenmagazin "Focus".

Die nächste IFA findet vom 29. August bis 3. September 2003 in Berlin statt. Mit der Verkürzung von bislang neun auf sechs Tage passen sich die Veranstalter den weltweit üblichen Gepflogenheiten an.

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