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Leichter Handelsstart erwartet

Eine Fülle von Unternehmensmeldungen dürfte heute die Märkte bewegen. Die wichtigste Nachricht zuerst: Der Zuschlag für Investmenthaus J.P. Morgan geht nicht an die Deutsche Bank sondern an Konkurrenten Chase Manhattan. Der Merger-Poker brachte Bewegung in den Finanzsektor. Webber bekräftigt die Kaufempfehlung für Chase Manhattan. Vorbörslich gibt die Aktie jedoch an Wert ab. Der Titel von J.P. Morgan läuft dagegen vor Handelsbeginn auf Hochtouren. Die nächsten Übernahmespekulationen ranken sich um Investmentbank Lehmann Brothers, da noch weitere Fusionen auf dem konsolidierenden Bankenmarkt anstehen.

Ansonsten können wir uns auf einen leichten Handelsstart gefasst machen. Die Futures stehen im Minus. Sah es eine Stunde vor Handelsbeginn noch nach einem behaupteten Start aus, drehten die Eröffnungsindikatoren noch einmal kurz vor Handelsbeginn. Nun notiert der S&P 500 um fünf Punkte leichter. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq verliert fast 40 Punkte. Während sich der Dow Jones Index gestern beständig hielt, bieten die zur Zeit schwächelnden Technologieaktien eher Anlass zur Sorge. Zweifel an der Auftragslage des Telekommunikations-Sektors belasten in jüngster Zeit mehrere Aktien. So notiert der zweitgrößte Telekom-Ausrüster Lucent Technologies mittlerweile wieder auf seinem 52 Wochentief. Nicht weniger zu leiden hatten die Glasfaserunternehmen. JDS Uniphase gelang es offensichtlich auf der gestrigen Analystenkonferenz, die Gemüter der Anleger zu beruhigen. Investmenthaus Goldman Sachs bestätigte die Aktie am Morgen erneut auf der Empfehlungsliste. Nachrichten bewegen auch die Aktien von Time Warner und America Online vor Handelsbeginn. Beide Unternehmen leiden unter den Auflagen der US-Kartellbehörde. Bevor diese von den Fusionskandidaten nicht erfüllt worden sind, steht es schlecht für den größten Medienkonzern in spe. Auch auf seinem 52-Wochentief angelangt ist die Aktie von Daimler Chrysler. Laut Zeitungsberichten sind unter Anlegern offenbar Befürchtungen aufgekommen, dass das Ergebnis im dritten Quartal enttäuschen könnte. Höhere Ausgaben im Bereich der Kundenbetreuung sowie zusätzliche Kosten für die Einführung neuer Modelle könnte das Ergebnis in den USA belasten. Deutsche Banc Alex Brown senkt die Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr von 5,56 auf 4,82 Dollar. Continental Airlines gab bekannt, eigene Aktien im Wert von 80 Millionen Dollar zurückzukaufen. Das wären zur Zeit 1,7 Millionen Titel. Continental fällt vorbörslich leicht.

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