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Leichter Handelsstart erwartet

Die Korken knallten! Der Nasdaq Index zeigte sich erstmals seit vier Handelsstagen zu Handelsschluss wieder im Plus. Korkenknallen bis - ja bis zur Warnung von Dell.

Der größte Direktvertreiber von Computern veröffentlichte gestern nach Börsenschluss eine Gewinnwarnung. Schuld an der Dell-Misere sind nach Angaben des Unternehmens vor allem Umsatzrückgänge in Europa. Der Umsatzzuwachs soll rund drei Prozent geringer ausfallen als ursprünglich erwartet. Das selbstgesteckte Ziel des Konzerns lag bei einem Wachstumsrate von 30 Prozent. Erreicht wurde im gerade beendeten Quartal aller Voraussicht nach jedoch nur ein Zuwachs von 27 Prozent. Für das vierte Quartal sieht es nicht besser aus: Auch in diesem Zeitraum soll weniger Gewinn pro Aktie erwirtschaftet werden, als ursprünglich prognostiziert. Auch die Computerkollegen Apple und Compaq verlieren vorbörslich. Während die S&P 500 Futures einen positiven Handelsstart anzeigen, deuten die Nasdaq Futures auf einen eher trüben Tag an der High-Tech-Börse. Für Schwung und Kursgewinne auf dem Chipsektor könnten allerdings die Quartalszahlen von Micron Technologies sorgen. Das gute Ergebnis des Herstellers von Memory Chips für PCs zeigt sich als Lichtblick zwischen der Fülle von Ertragswarnungen. Der Chiphersteller meldete am Mittwoch nach Handelsschluss das Quartalsergebnis. Statt des erwarteten Überschusses von 96 Cents je Aktie erwirtschaftete Micron satte 1,20 Dollar pro Papier. Als Grund für das Ergebnis nannte der Konzern die hohe Nachfrage nach PCs und die geringeren Produktionskosten. Chiphersteller Intel und Mobiltelefonchiphersteller Texas Instruments können vorbörslich ebenfalls von dem Trend profitieren. Konsumwerte wie Procter & Gamble, Colgate, Gilette, Clorox, Energizer und Avon dürften heute von positiven Kommentaren von Merrill Lynch profitieren. Das Investmenthaus stuft die sechs Werte des Konsumgütersektors auf. Der Grund: Die Gruppe dürfte kommendes Jahr einen Gewinnzuwachs in zweistelliger Höhe erwirtschaften. Die Probleme und Missstimmungen wegen währungsbedingter Einbußen seien bereits im Kurs enthalten, so die Analysten. Während Konsumwerte heute gefragt sein sollten, dürfte Einzelhandelswert GAP eher unter Druck geraten. Die größte US-Kleidungskette meldete gestern einen Rückgang der Verkaufszahlen von acht Prozent. Damit übertrifft der Umsatzrückgang die Befürchtungen der Experten um rund vier Prozent. GAP kämpft nicht nur mit geringerer Nachfrage und sinkenden Preisen. Das Unternehmen hat zusätzliche Probleme mit seinem Tochterunternehmen Old Navy, das weiterhin rückläufige Verkaufszahlen meldet. Schwer hat es derzeitig auch der weltgrößte Hersteller von Frankiermaschinen. Pitney Bowes veröffentlichte eine Gewinnwarnung. Die Konssensschätzungen der Analysten von 65 Cents pro Aktie verfehlt das Unternehmen um rund drei Cents pro Aktie. Der Gewinn des gesamten Jahres soll sogar 5,4 Prozent unter den Schätzungen der Analysten liegen. Das Geschäft Pitney Bowes leidet unter geringeren Verkäufen, dem schwachen Euro und einem verstärkten Konkurrenzkampf. Analystenhaus Merril Lynch macht auf Hughes Electronics aufmerksam. Der DirecTV Satellitenfernsehen-Bereich des Telekommunikations- und Internetdienstleister konnte im vergangenen Quartal rund sechs Prozent mehr Neuabonnenten gewinnen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen, das General Motors gehört, hat derzeit neun Millionen Kunden. Als Umsatzwachstum werden vom Unternehmen im kommenden Quartal rund 1,7 Millionen erwartet. Die Analysten heben das ursprüngliche Kurziel von 39 Dollar auf 43 Dollar und empfehlen zum Kauf.

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