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Leichter Handelsstart erwartet

Die Anleger erlebten einen rabenschwarzen Mittwoch. Wen wundert´s , dass die größten Verlierer der Schlacht die sind, die am Morgen als erste verarztet werden. Hewlett-Packard, IBM und andere Blue Chips gewinnen vorbörslich an Wert. Die Futures deuten auf einen leichteren Handelsstart. Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq Futures drehten eine viertel Stunde vor Handelsstart in die Verlustzone.

Zwar dürften niedrige Kurse am Morgen für Einkaufslaune sorgen, doch wird diese am Morgen durch eine Reihe von Gewinnwarnungen verdorben. Vor allem schlechte Nachrichten vom Telekommunikationssektor dürften die Märkte am Morgen unter Druck setzten. Real Networks, Conexant, und AT&T warnen vor schlechten Quartalsergebnissen.



Auch Lucent Technologies macht seinen Anlegern vor dem Fest mit der Korrektur der Quartalsdaten alles andere als ein Geschenk. Der Hersteller von Telekomtechnologie revidierte die bereits veröffentlichten Umsatz- und Ertragszahlen für das vierte Quartal nach unten. Der Grund sei ein Buchungsfehler, so das Management. Doch die angekündigte Korrektur fiel höher aus als erwartet. Lucent erwirtschaftete im vergangenen Quartal statt zehn Cents einen Gewinn von sechs Cents. Der Umsatz beträgt nach Korrektur nun 700 Millionen Dollar weniger. Doch als sei das nicht genug. Gleichzeitig warnt der Konzern, dass der Umsatz im ersten Quartal 2001 rund 20 Prozent geringer ausfallen könnte als erwartet. Sinkende Investitionen in Technologie, vor allem in Nordamerika, seien für diese überraschend schlechte Entwicklung verantwortlich.



Conexant Systems tendiert vorbörslich deutlich schwächer. Der Hersteller von Kommunikationschips warnte, dass er für das kommende Jahr einen Verlust von zehn Cents erwarteten. Als Gründe für die korrigierten Prognosen wurden eine zurückgehende Nachfrage genannt. Außerdem gebe es hohe Lagerbestände, die zunächst abgebaut werden müssten.



Auch die Nachrichten von AT&T sind am Morgen kein Lichtblick. Der Telekommunikationskonzern warnt die Anleger vor geringeren Gewinnen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen die Kürzung der Dividende an. Heute meldet sich das Brokerhaus Goldman Sachs zu Wort. Die Analysten halten den Wert nicht mehr für kaufenswert. Erst für das nächste Frühjahr sehen sie eine Verbesserung des Umfeldes voraus.



Absatzprobleme im PC-Bereich machen Micron Technologie zu schaffen. Der Weltmarktführer für DRAM Chips verfehlte mit einem Gewinn von 58 Cents pro Aktie die Analystenschätzungen um zwei Cents. Auch der Umsatz lag unter den Schätzungen der Wall Street. Abgesehen von der Nachfrageflaute sorgte ein Überangebot von Chips für einen Rückgang der Brutto-Gewinnmargen von 58 Prozent im vierten Quartal auf 49 Prozent.



Auch Palm sorgt für wenig für vorfestliche Stimmung. Der Hersteller der Taschencomputer konnte zwar die Gewinnerwartungen um einen Cents übertreffen. Doch lag der Umsatz von Palm nur am unteren Ende der Erwartungen. Die Gewinnmargen fielen ebenfalls geringer aus als ursprünglich erwartet. Da hauptsächlich Palm-Organizer des niedrigeren Preissegments im Vorweihnachtgeschäft über den Ladentisch wanderten, lagen die Gewinnmargen unter den Erwartungen. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel bis zu 26 Prozent an Wert. Vorbörslich notiert sie immer noch 17 Prozent im Minus.

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