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Leichter Handelsstart erwartet

Nach dem der Nasdaq Index in den vergangenen vier Wochen rund ein Drittel an Wert dazugewann, scheinen die Anleger am Morgen eine kleine Verschnaufpause einzulegen. Sowohl der Nasdaq als auch der S&P 500 Future deuten auf einen leichten Handelsbeginn. Enttäuschende Quartalszahlen und eine höher als erwartet ausgefallene Anzahl an Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung nehmen den Märkten am Morgen den Elan.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung stiegen in der vergangenen Wochen mit 421 000 stärker als erwartet. Die Mehrheit der Analysten hatte mit einem Rückgang der Erstanträge auf 400 000 gerechnet. Im der Vorwoche lag der Wert noch bei 412 000 Anträgen. Nun liegt die Zahl der Erstanträge auf dem höchsten Stand seit fünf Jahren. Daten also, die man nicht gerne sehen möchte, wenn man weiter auf die Erholung der US-Wirtschaft aus eigener Kraft hofft. Mit Spannung erwarten die Markteilnehmer auch die Arbeitslosenquote für April, die am Freitag bekannt gegeben wird.

Macromedia und Asyst Technologies belasten den Markt mit ernüchternden Quartalsdaten. Macromedia gehört vorbörslich zu den größten Verlierern. Der Hersteller von Software für Web-Design verfehlte die Analystenerwartungen um satte 22 Cents pro Aktie. Statt eines Gewinns noch wie im Vorjahr erwirtschaftete das Unternehmen im vierten Quartal einen Verlust von 42 Cents pro Papier. Asyst Technologies schockte die Marktteilnehmer dagegen mit einer Gewinnwarnung und einer neuen Entlassungswelle. Der Hersteller von Maschinen für die Chipproduktion will rund zwölf Prozent seiner Mitarbeiter entlassen, um Kosten zu sparen. Der Auslöser: Statt eines erwarteten Gewinns wird Asyst im vierten Quartal einen Verlust veröffentlichen.

Positiv dagegen die Nachricht bei General Electric: Die US-Wettbewerbsbehörde gibt grünes Licht und hat der 48 Milliarden Dollar-Fusion von General Electric und Honeywell zugestimmt. Um eine zu starke Marktdominanz im Bereich der Cockpit Elektronik und Flugmotoren vorzubeugen, muss Honeywell allerdings die Sparte Helikopter Motoren im Vorfeld des Zusammenschlusses abstoßen. Um die Transaktion umsetzen zu können, steht weiterhin die Genehmigung der europäischen Wettbewerbshüter aus. Auch General Electric gewinnt vorbörslich leicht an Wert dazu.

Gute Neuigkeiten gibt es von den diversen Analystenkonferenzen. Kaum negative Nachrichten belasteten die Stimmung der Teilnehmer. Einzig EMC, die sich gestern auf bei Merrill Lynch präsentierten, habe am Morgen unter pessimistischen Analystenprognosen zu leiden. Der weltgrößte Anbieter von Speicherlösungen kämpft an zwei Fronten, so das Brokerhaus Credit Suisse First Boston. Die Analysten reduzieren die Gewinnerwartungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr. Die Aktie hat zwar in den vergangenen Monaten viel an Wert verloren, konnte aber in den letzten zwei Monaten fast 50 Prozent dazugewinnen.

Technologiewerte dürften heute unter Druck geraten. Nach den Gewinnen der vergangenen Tage dürften Anleger einen Teil der Gewinne einlösen oder umschichten. Öl- und Energiewerte haben heute dagegen wieder Potenzial. Nachdem der Sektor gestern wegen befürchtet steigender Rohölbestände und damit sinkender Ölpreise unter Beschuss geriet, melden sich heute die ersten Brokerhäuser, die Entwarnung rufen. J.P. Morgan und Deutsche Bank Alex Brown setzten den Sektor auf "kaufen". Die Aktien von Exxon Mobil, Chevron, Texaco und Royal Dutch dürften an Wert gewinnen.

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