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Leichter Handelsstart erwartet

Die Quartalssaison ist in voller Fahrt. Und so wie es bisher aussieht, dürften die Marktteilnehmer zufrieden sein. Eine Vielzahl der Unternehmen, die ihre Quartalsresultate vorbörslich veröffentlichten, konnte die Analystenerwartungen zumeist mindestens um einen Cent übertreffen.

Doch zu euphorisch sollten die Anleger nicht sein. Denn auf eine nachhaltige Erholung und gesundes Wachstum werden die US-Unternehmen nach wie vor warten müssen. Eine Vielzahl der Unternehmen hatte in den vergangenen drei Monaten trotz eines zufriedenstellenden Quartalsergebnisses mit Gewinn- und Umsatzrückgängen zu kämpfen. Die Anleger zeigen sich am Morgen entsprechend vorsichtig. Die Futures deuten auf einen leichten Handelsstart. Vor allem der Technologiesektor dürfte im frühen Handel noch leicht unter Druck stehen.

Den Chipsektor belasten pessimistische Prognosen von Europas Elektronikkonzern Philips. Die Chipindustrie werde sich nicht vor 2002 erholen. Auch Novellus schürt die verhaltene Stimmung. Der Hersteller von Maschinen für die Chipindustrie konnte die Analystenerwartungen im vergangenen Quartal zwar mit 40 Cents um einen Cent schlagen. Doch die verhaltenen Prognosen für das dritte Quartal sorgen für negative Impulse. Während Novellus im zweiten Quartal noch einen Umsatz von 210 Millionen Dollar erwirtschaften konnte, erwartet das Unternehmen für das laufende Quartal lediglich Einnahmen von 190 Millionen Dollar. Die Aktie notiert im außerbörslichen Handel schwächer. Mit der Aussage, dass sich der Chipmarkt nicht vor 2002 erholten wird, gießt das Management von Applied Materials zusätzlich Öl in die Flamme.



Zu den vorbörslich am meisten gehandelten Aktien zählt die Aktie von Intel. Der größte Chipkonzern der Welt wird heute nach Handelsschluss Quartalsdaten vorlegen. Intel notiert vorbörslich in der Verlustzone.

Beschwingt dürfte es dagegen in der Automobilbranche zugehen. Um satte zwölf Cents kann General Motors die Gewinnerwartungen der Analysten schlagen. Der Automobilkonzern überzeugte vorbörslich mit einem überraschend guten Quartalsergebnis von 1,26 Dollar pro Aktie. Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent auf 46,1 Milliarden Dollar. Der Konzern hat im abgelaufenen Quartal die Produktionszahlen um 13 Prozent gesenkt und Sonderangebote ausgeweitet, um die überhöhten Lagerbestände abzubauen. Das Management geht davon aus, dass das Ergebnis im dritten Quartal die Erwartungen erfüllen wird. Gleichzeitig werden die Prognosen für das Gesamtjahr 2001 auf 4,25 Dollar pro Aktie nach oben revidiert. Konkurrent Ford wird am Mittwoch das Quartalsergebnis vorlegen.

Gute Quartalsdaten von Pfizer dürften dem Pharmasektor heute Auftrieb geben. Der Hersteller des Potenzmittels Viagra konnte den Gewinn im zweiten Quartal um 31 Prozent steigern. Das Ergebnis stieg in den vergangenen drei Monaten auf 30 Cents und liegt damit einen Cent über den allgemeinen Analystenerwartungen. Nach der Übernahme von Warner-Lambert konnte der Pharmakonzern die Kosten senken und den Umsatz seiner Blockbuster steigern. Der Umsatz nahm um zehn Prozent zu. Auch die Biotechnologiewerte kommen in Bewegung. Biogen kann die Analystenerwartungen mit einem Gewinn von 47 Cents pro Aktie um einen Cents schlagen. Insgesamt konnte das Biotechnologieunternehmen den Gewinn in den vergangenen drei Monaten um fast acht Prozent steigern. Der Umsatz von Biogens Multiple Sklerosis Medikament Avonex springt um fast 28 Prozent auf 243 Millionen Dollar und konnte die Erwartungen der Experten um 15 Millionen Dollar schlagen. Neben Biogen notiert auch Immunex im Plus.

Auf dem Photosektor dagegen hat es Eastman Kodak gerade noch geschafft. Dank Spar- und Umstrukturierungsmaßnahmen konnte der Photokonzern die Gewinnerwartungen der Analysten mit einem Gewinn von 1,12 Dollar pro Aktie erfüllen. Der Gewinn von Eastman Kodak fiel im zweiten Quartal um 37 Prozent auf 325 Millionen Dollar. Auch der Umsatz ging zurück.

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