Leichter Umsatzrückgang
Syngenta sieht erste positive Zeichen

Der Agrarchemiekonzern Syngenta hat am Freitag für die ersten neun Monate 2002 einen Umsatzrückgang im Rahmen der Erwartungen ausgewiesen, sich jedoch vorsichtig zur Entwicklung der Profitabilität geäussert.

Reuters ZÜRICH. Laut den Worten von Finanzchef Richard Steiblin sind erste positive Anzeichen im globalen Landwirtschaftsmarkt sichtbar, ohne dass jedoch bereits von einer Erholung gesprochen werden könne. Ob die Erholung von der nun vier Jahre anhaltenden Rezession bei den Bauern Tritt gefasst habe, könne er nicht sagen, so Steiblin. "Es ist zu früh, das zu sagen," sagte der Finanzchef am Freitag zu Reuters.

In den Monaten Januar bis September 2002 verzeichnete Syngenta einen Umsatzrückgang von zwei Prozent auf 5,00 (Vorjahr 5,13) Milliarden Dollar. Bei konstanten Wechselkursen resultierte ein Verkaufsminus von drei Prozent. Analysten hatten insgesamt durchschnittlich einen Umsatzrückgang auf 4,98 Milliarden Dollar erwartet. Im Bereich Pflanzenschutz verzeichnete der Konzern einen Rückgang von drei Prozent auf 4,24 (4,35) Milliarden Dollar, die Verkäufe beim Saatgut ermässigten sich um ein Prozent auf 764 (774) Millionen Dollar.

Das dritte Quartal 2002 sei vor allem von der ungünstigen finanziellen Situation in Lateinamerika beeinträchtigt gewesen, teilte Syngenta weiter mit. Für das Gesamtjahr rechnet Syngenta mit einer Verkaufsentwicklung im Rahmen der ersten neun Monate. 2002 dürfte der Umsatz bei konstanten Wechselkursen etwa drei Prozent unter dem Vorjahr zu liegen kommen, sagte Finanzchef Steiblin.

Die Ebitda-Marge dürfte sich im laufenden Jahr um weniger als ein Prozent verbessern, hiess es bei Syngenta weiter. Die Kosteneinsparungen würden durch den Einfluss des Chaos um die brasilianische Währung auf die Preisbildung nahezu wettgemacht. Zudem habe die nachteilige Entwicklung der europäischen Währungen einen negativen Einfluss auf die Kostenbasis.

2001 betrug die Ebitda-Marge 17,8 Prozent. Syngenta ging bisher von einer Steigerung der Marge im laufenden Jahr von einem Prozent aus. Der Konzern will längerfristig eine Marge von 25 Prozent erreichen. Bei Vorlage des Halbjahresausweises hatte der Konzern allerdings mitgeteilt, er werde die im Jahr 2004 angestrebte Marke wahrscheinlich erst später erreichen. Der Gewinn pro Aktie dürfte weiteren Syngenta-Angaben von Freitag zufolge von tieferen Finanz- und Steuergebühren profitieren und auf vergleichbarer Basis das Halbjahresergebnis leicht übertreffen.

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