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Leichter Wochenauftakt

Die Futures deuten auf einen leichten Handelsstart an New Yorks Aktienmärkten. Vor allem die Aktien der Netzwerkausrüster, Computerhersteller und Pharmawerte dürften heute unter Druck geraten. Auch geht die Ertragswarnungssaison weiter.

Vorbörslich warnt Level 3 vor schlechten Quartalszahlen. Der Telekommunikations- und Informationsdienstleister gesellt sich in die Reihe der gewinnwarnenden Unternehmen.

Kleine Rekorde werden dagegen heute im Sektor für kleine Computer gefeiert. Compaq, der weltgrößte Hersteller von Heimcomputern, verkaufte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres mehr elektronische Notizbücher als seine Konkurrenten Palm und Handspring. Das belegt zumindest eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Gartner Dataquest. Die Aktie notiert im außerbörslichen Handel im Plus.

Weniger festlich ist dagegen die Stimmung im dem Softwaresektor. Die schleppende Nachfrage im dem PC-Markt nährt die Spekulationen, dass auch Microsoft eine Gewinnwarnung aussprechen könnte. Rund 40 bis 50 Prozent von Microsofts Gesamtumsatz ist von der Nachfrageentwicklung des PC-Marktes abhängig. Laut Brokerhaus Merrill Lynch deute bereits die nachlassende PC-Nachfrage bei taiwanesischen Herstellern als Indikator auf einen Umsatzeinbruch auf dem PC-Sektor. Die Analysten empfehlen Microsoft jedoch weiterhin mit "zukaufen".

Der Pharmasektor kommt am Morgen in Bewegung. Der Wettbewerb zwischen Eli Lilly und Pfizer dürfte sich künftig verschärfen. Darauf weisen die Analysten von Merrill Lynch am Morgen hin. Das Investmenthaus geht davon aus, dass das Psychopharmazeutikum Zyprexa bedeutende Konkurrenz von einem neuen Produkt von Pfizer bekommt. Pfizer produziert das Medikament Geodon, das bei den nahezu gleichen Krankheitssymptomen verschrieben wird. Das Brokerhaus stuft die Aktie von "kurzfristig kaufen" auf "kurzfristig akkumulieren" ab. Langfristig orientierten Anlegern empfiehlt er, die Aktie zu kaufen. Pfizer, Merck und Bristol-Myers büßen vor Handelsbeginn ebenfalls an Wert ein.

Große Spannung herrscht im Technologiesektor. Analysten befürchten, dass Oracle, der weltgrößte Datenbankanbieter, heute nach Börsenschluss enttäuschenden Geschäftsdaten für das vierte Quartal vorlegen wird. Analysten gehen für das vierte Geschäftsquartal von einem Gewinn in Höhe von 14 Cents je Aktie aus. Vor einem Jahr erwirtschaftete Oracle noch einen Überschuss von 16 Cents je Aktie. Vor kurzem erst hat der Softwarekonzern seine Prognose gesenkt. Der Grund für den Gewinnrückgang sollen unter anderem die rückläufigen Einnahmen aus dem Lizenzgeschäft mit Software sein. Das stetig steigende Angebot habe den Preisen und damit den Gewinnmargen geschadet.

Vorbörslich stärker notiert am Morgen Honeywell. Die Hoffnung, dass eine mögliche Fusion zwischen dem Mischkonzern und General Electric noch nicht ganz tot ist, beflügelt am Morgen das Papier.

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