Leichtes Plus bei beiden Indizes
Gewinne bei DAB treiben Nemax an

Auch die Aktien von GPC Biotech konnten zulegen. Deutliche Verluste musste hingegen Mobilcom hinnehmen.

rtr FRANKFURT. Angetrieben von kräftigen Kursgewinnen bei den Aktien von GPC Biotech und der DAB Bank hat der Neue Markt am Dienstag zugelegt. Das Geschäft war geprägt von der Veröffentlichung von Geschäftszahlen durch mehrere Unternehmen. Wieder einmal im Rampenlicht stand der Mobilfunkkonzern Mobilcom, dessen Schicksal angesichts des anhaltenden Tauziehens um eine Rettung weiter ungewiss ist. Der Auswahlindex Nemax 50 lag am Nachmittag 0,5 % im Plus bei 410 Zählern. Der Nemax All Share gewann 0,3 % auf 455 Punkte. Die Terminkontrakte auf die US-Indizes deuteten auf eine höhere Eröffnung der Wall Street hin.

Die Aktien von GPC Biotech stiegen bei überdurchschnittlichen Umsätzen um 6,8 % auf 2,97 ?, nachdem sie in der vergangenen Woche mehr als 16 % ihres Wertes eingebüßt hatten. Das Unternehmen hatte zuvor für das abgelaufene Quartal bei stark gestiegenen Umsätzen einen Anstieg des Betriebsverlustes auf neun von 8,8 Mill. ? im Vorjahreszeitraum bekannt gegeben. Gleichzeitig bestätigte die Biotechnologiefirma aber ihre Prognosen für das Gesamtjahr. Unterdessen stiegen die Papiere von CE Consumer Electronic um 3,1 % auf 2,63 ?. Der Chiphändler hat eigenen Angaben zufolge den Betriebsverlust auf 1,44 von 2,23 Mill. ? im Vorjahreszeitraum verringert.

Mit einem Plus von 7,4 % auf 3,33 ? gehörten die Titel der DAB zu den größten Gewinnern im Nemax 50. Die Commerzbank bekundete ihr anhaltendes Interesse an der mehrheitlich zur Hypo-Vereinsbank gehörenden Direktbank. Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller äußerte sich vorsichtig optimistisch über ein mögliches Zusammengehen der eigenen Online-Tocher Comdirect.

Auf der Verliererseite des Neuen Marktes standen die Aktien von Mobilcom, die sich um 8,6 % auf 3,81 ? verbilligten. Unternehmensgründer und Hauptaktionär Gerhard Schmid hat der Übertragung seiner Anteile an einen Treuhänder bislang nicht zugestimmt. Die Zustimmung gilt als Voraussetzung für eine Rettung des Telekom-Anbieters. Mobilcom schrammte entgegen Erwartungen aus Unternehmenskreisen am Dienstag erneut an der Insolvenz vorbei. Die Zahlungsunfähigkeit gilt jedoch als unausweichlich, falls es nicht innerhalb der kommenden Tage zu einer Einigung kommt. Die größten Verluste im Nemax 50 verbuchten allerdings die Papiere von IM Internationalmedia. Sie brachen um knapp zehn Prozent auf 0,85 ? ein und setzten damit ihre rasante Talfahrt des Vortages fort. Das Unternehmen hatte am Montag für 2002 einen deutlichen Verlust angekündigt und die Umsatzprognose erneut gesenkt.

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