Leipziger Automesse legt zu
Lichtblicke am Autohimmel

Der deutsche Automobilmarkt hat sich nach einem Kaltstart im Januar wieder stabilisiert. "Alles deutet darauf hin, dass sich die Pkw-Zulassungen im Februar wieder auf dem Niveau des Vorjahres stabilisieren", sagte der Präsident der Verbandes der Importeure von Kraftfahrtzeugen (VDIK), Volker Lange, am Mittwoch in Frankfurt.

HB/dpa FRANKFURT. Im Januar fiel die Zahl der Neuzulassungen 2,3 Prozent niedriger aus als Anfang 2002. Vor allem im Vergleich zum europäischen Umfeld seien die bisherigen Ergebnisse für Februar ermutigend. In Frankreich sei der Markt für Personenwagen im Januar um fast neun Prozent und in Italien sogar um 14,5 Prozent eingebrochen. Dies ist nach Meinung von Lange nicht nur auf die schwache Nachfrage, sondern auch auf frühere Verschrottungsprämien zurückzuführen, die den Absatz zuvor künstlich aufgebläht hätten.

Aber auch in Deutschland könnte der Pkw-Verkauf nach Ansicht der Importeure deutlich besser sein. Angesichts des drohenden Irak- Krieges und den Rekordpreisen für Treibstoff werde der Ersatzbedarf wie eine Bugwelle vor sich hergeschoben, bilanziert der VDIK - Präsident die aktuelle Lage. Positiv wertete Lange, dass zum Jahresbeginn der Absatz in Ostdeutschland sogar zulegte. Im Januar wurde dort das Vorjahresniveau um 2,8 Prozent überschritten.

Dabei spielt der geringere Anteil von Geschäftswagen im Osten eine Rolle. Denn in Westdeutschland herrscht nicht zuletzt wegen der Debatte um die Dienstwagensteuer in diesem Segment eine besondere Flaute. Die Importeure, die in den neuen Ländern traditionell die Hälfte des Marktes besetzen (Westdeutschland: 33 Prozent) haben auf Grund des jüngsten Trends in Ostdeutschland ihren Anteil auf über 50 Prozent ausweiten können.

Impulse von Leipziger Automesse erwartet

Positive Impulse erhofft sich die Branche nun von der Leipziger Automesse AMI, die am 5. April von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe eröffnet wird. Nachdem die Regionalmessen München, Hamburg Stuttgart und Berlin aufgegeben haben, hat sich die Leipziger "Auto Mobil International" als einzige Konkurrenz zur Frankfurter Leitmesse IAA etabliert. Besonders stolz äußerte sich Messechef Werner Dornscheidt darüber, dass Daimler-Chrysler die Deutschland- Präsentation für das Luxusmodell Maybach in Leipzig vornimmt.

Die aktuelle Flaute im Autogeschäft hat nach Darstellung von Dornscheidt keinen negativen Effekt auf die Zahl der AMI-Aussteller. Bei mehr als 400 Firmen aus 20 Ländern habe die vermietete Fläche nochmals um gut zwei Prozent erhöht werden können. Wie schon 2002 werden erneut 250 000 Besucher erwartet. Mittelfristig sieht die Leipziger Messe ihre Bedeutung mit der EU-Osterweiterung sogar noch wachsen. Derzeit kämen bereits zehn Prozent der Besucher aus den östlichen Nachbarländern.

Deutliche Impulse für die Kauflust erwarten Branchenexperten allerdings erst von der Frankfurter IAA im Herbst. Dort werden Volkswagen und Opel die Modelle Golf und Astra neu vorstellen. Ihre in die Jahre gekommenen Verkaufsschlager stoßen derzeit auf wenig Nachfrage. Allerdings gehen die Neuvorstellungen in größerer Zahl erst 2004 in die Auftragsbücher ein.

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