Archiv
Leipzigs WM-Stadion „DFB-betriebsbereit“ übergeben

Das Leipziger Zentralstadion hat den Status „DFB-betriebsbereit“ erhalten. Die einzige ostdeutsche Spielstätte für die Fußball-WM 2006 erfüllt damit alle Anforderungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für ein Bundesliga- oder Länderspiel.

dpa LEIPZIG. Das Leipziger Zentralstadion hat den Status "DFB-betriebsbereit" erhalten. Die einzige ostdeutsche Spielstätte für die Fußball-WM 2006 erfüllt damit alle Anforderungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für ein Bundesliga- oder Länderspiel.

"Es ist ein sehr bewegender Moment für mich", sagte Stadion-Investor Michael Kölmel in der sächsischen Metropole anlässlich der Unterzeichnung des Abnahmeprotokolls. Am 17. November trifft in der 45 000 Zuschauer fassenden Arena die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf Kamerun.

Derweil bestätigte der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, Winfried Lonzen, dass bis zur WM noch rund neun Mill. Euro in das Zentralstadion investiert werden müssen, um die Auflagen des Fußball- Weltverbandes Fifa zu erfüllen. "Vor allem in Sachen Sicherheit und Kommunikation müssen wir noch nachbesseren. Zudem muss das Hauptgebäude weiter saniert werden", erklärte Lonzen.

Erstmals nach 64 Jahren bestreitet die DFB-Elf in Leipzig wieder ein Länderspiel. Zuletzt hatte es am 1. September 1940 einen 13:0-Sieg der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen Finnland gegeben. Das war der zweithöchste Länderspiel-Sieg überhaupt.

Zwischen 1957 und 1989 galt das alte Leipziger Zentralstadion als das "Wohnzimmer" der DDR-Auswahl, die in Leipzig von insgesamt 46 Länderspielen immerhin 21 gewann und nur zwölf verlor. In der ehemaligen 100 000-Mann-Arena - das größte Stadion im damals geteilten Deutschland - gab es dabei große Siege wie die Siege gegen Frankreich 1975 mit 2:1 und zehn Jahre später mit 2:0. Zuletzt hatte sich die DDR in Leipzig in der WM-Qualifikation im Mai 1989 von Österreich 1:1 getrennt. Ein für 1990 vereinbartes so genanntes Vereinigungsspiel zwischen DDR und BRD wurde wegen Sicherheitsbedenken abgesagt.

Der Ausbau der Spielstätte, die in der alten Schüssel errichtet wurde, wird insgesamt 116 Mill. Euro kosten. Ursprünglich waren 90 Mill. Euro veranschlagt. Von den 26 Mill. Euro Mehrkosten übernimmt Kölmel 17 Mill. Euro. Die Stadt will die restlichen neun Mill. beisteuern. Dafür ist jedoch noch ein Stadtratsbeschluss notwendig.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%