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Leistungsabrechnung von Krankenhäusern soll beschränkt werden

Krankenhäuser sollen künftig weniger Leistungen bei gesetzlichen Krankenkassen geltend machen können als bisher. AOK-Chef Hans-Jürgen Ahrens sagte am Donnerstag bei der Vorstellung einer Vereinbarung von Kassen, Ärzten und Krankenhäusern, nun heiße es auch für Kliniken: "Wenn wir sagen, das zählt nicht mehr, dann wird das nicht mehr bezahlt." Bisher sei eine verbindliche Einschränkung medizinischer Methoden nur bei Ärzten möglich gewesen.

Reuters BERLIN. Ein Sprecher des Verbands der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) sagte, dadurch solle zunächst die Qualität der medizinischen Versorgung verbessert werden. Mittelfristig seien auch finanzielle Einsparungen für die Krankenkassen zu erwarten. Über die Höhe könne man derzeit aber noch keine Angaben machen.

In einem gemeinsamen Ausschuss wollen Ärzte, Kassen und Kliniken Unter-, Über- und Fehlversorgung bei verschiedenen Krankheitsbildern überprüfen und Korrekturvorgaben machen. Bundesärztekammer-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe sagte, wer die Ausschuss-Vorgaben nicht einhalte, könne haftungsrechtliche Probleme bekommen. Zudem könne die Kasse die Bezahlung der Leistung dann verweigern. Das Bundesgesundheitsministerium begrüßte die Vereinbarung.

Die Krankenkassen legten sich nicht auf einen genauen Zeitpunkt für die Einführung von Versorgungsprogrammen für chronisch Kranke fest. Diese Programme will das Gesundheitsministerium als Teil der Reform des Kassen-Finanzausgleichs einführen. VdAK-Chef Herbert Rebscher sagte, es werde angestrebt, die Programme so schnell wie möglich anzubieten.

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