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Leitender Staatsanwalt starb nach ETA-Attentat

ap MADRID/SEVILLA. In der südspanischen Stadt Granada ist am Montag ein leitender Staatsanwalt einem Mordanschlag zum Opfer gefallen. Luis Portero wurde beim Betreten seines Wohnhauses in den Kopf geschossen, teilte die Polizei mit. Er starb wenige Stunden später im Krankenhaus, nachdem er zunächst für hirntot erklärt worden war. Die Behörden machten die baskische Separatistenorganisation ETA für die Tat verantwortlich. Portero arbeitete am Obersten Gerichtshof der Region.

Ministerpräsident Jose Maria Aznar verurteilte den Anschlag. Die Regierung werde im Kampf gegen die ETA weiter hart bleiben, erklärte er laut einer Meldung des spanischen Rundfunks. Zwei Stunden nach dem Attentat explodierte in einer nahe des Tatorts gelegenen Straße eine Autobombe. Rundfunkberichten zufolge wurde dabei niemand verletzt.

Stunden zuvor hatte bereits ein Armeeoffizier in Sevilla einen Bombenanschlag vereitelt. Wie der Rundfunk berichtete, war der Leutnant misstrauisch geworden, nachdem er bemerkt hatte, dass sich jemand an seiner Autotür zu schaffen gemacht hatte. Er durchsuchte daraufhin das Fahrzeug und entdeckte eine Bombe unter dem Fahrersitz. Bereits am Samstag fanden zwei andere Offiziere in der südspanischen Stadt ähnliche Sprengsätze in ihren Autos. Die Behörden vermuten, dass die Bomben von der ETA gelegt worden waren. Seit Januar wurden durch Attentate der baskischen Separatisten 14 Menschen getötet.



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