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Leitzinsen bleiben unverändert

Im Westen nicht Neues. Wie erwartet beließ die Fed die US-Leitzinsen auf dem Niveau von 6,5 Prozent, löste damit aber auch auf dem Markt Aktienverkäufe aus. Die Wall Street gab einen Großteil der mittaglichen Gewinne ab. Sowohl der Nasdaq als auch der Dow Jones Index konnten sich bis Handelsschluss jedoch wieder erholen.

Alan Greenspann erhöhte die US-Leitzinsen auf der vorletzten Notenbanksitzung in diesem Jahr zwar nicht, enttäuschte die Anleger jedoch mit den Zukunftsaussichten. Es seien nach wie vor die Arbeitsmarktlage, die die Gemüter beunruhige. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Oktober auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren gesunken. Diese Entwicklung kann zu steigenden Lohnkosten führen und mögliche Inflationstendenzen auslösen. Auch das offensichtlich rückläufige Wirtschaftswachstum stimmt die Fed-Mitglieder nicht milder. Anleger hatten auf Hinweise auf baldige Zinssenkungen gehofft, gingen aber leider leer aus.



Trotz nachmittaglicher Kursverluste erreichten der sowohl Dow Jones als auch Nasdaq Index die Gewinnzone. Das Börsenbarometer der 30 US-Standardwerte profitierte von den Kursgewinnen von Wal Mart, Microsoft und Philip Morris.



Die treibende Kraft war an der Technologiebörse Analog Devices. Der Hersteller von Hochgeschwindigkeits-Kommunikationschips gewann fast 14 Prozent. Das Unternehmen konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppeln und damit Analysten und Investoren um den Finger wickeln. Der Gewinn pro Aktie von 52 Cents hat die Analystenschätzungen um vier Prozent übertroffen. Das Brokerhaus ABN Amro bekräftigt die Kaufempfehlung für Analog Devices.



Siebel, Qualcomm und Nextel zogen den Nasdaq auf die sichere Seite. Network Appliences gehörte dagegen zur Wochenmitte zu den Sorgenkindern. Der Anbieter von Speicherlösungen für Computernetzwerke konnte zwar sowohl den Gewinn als auch den Umsatz gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln. Doch trüben Bedenken die Stimmung, dass der Konkurrent EMC mit einer verbesserten Speicherlösung Network Appliance unter Druck setzen wird. Die Aktie verlor rund 21 Prozent an Wert.



Gefragte Werte waren am Mittwoch die Hersteller von Computerchips. Der Biotechnologiesektor konnte sich von Kursverlusten erholen. Finanzwerte erlebten dagegen einen typischen Novembertag. Die Bank of America hat den Impuls gesetzt. Der Grund: Das größte Kreditinstitut der USA leidet zunehmend unter Kreditausfällen. Das abkühlende Wirtschaftswachstum in den USA erschwere es Privatkunden und Unternehmen, Schulden zurück zu zahlen. Die Anzahl an Kreditausfällen könnte sich im vierten Quartal verdoppeln. Das Analystenhaus Goldman Sachs senkt die Gewinnerwartungen für das vierte Quartal sowie das kommende Geschäftsjahr, behält die Aktie jedoch auf der Empfehlungsliste. Auch Morgan Stanley und Chase Manhattan verloren an Kurs.



Zulegen konnten Öl- und Gas-Aktien. Der Barrel Öl wird jetzt wieder mit 35 Dollar bewertet. Der Gaspreis liegt augenblicklich auf einem Allzeithoch. Exxon Mobil und Texaco verbuchten Kursgewinne.

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