Lekkerland-Tobaccoland befürchtet Umsatzeinbrüche: Stellenabbau wegen Dosenpfand

Lekkerland-Tobaccoland befürchtet Umsatzeinbrüche
Stellenabbau wegen Dosenpfand

Beim Handelskonzern Lekkerland-Tobaccoland könnte es nach Gewerkschaftsangaben zu Stellenabbau im Zusammenhang mit Umsatzeinbrüchen nach Einführung des Dosenpfandes kommen.

HB/dpa FRECHEN/BERLIN. Die Geschäftsführung habe den Niederlassungen vorgegeben, zehn Prozent Personalkosten zu sparen, sagte eine Sprecherin der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Donnerstag in Berlin. Tobaccoland betonte, derzeit sei kein Abbau geplant. Es werde lediglich geprüft, wo Kosten gespart werden könnten, sagte eine Sprecherin in Frechen. Verdi sprach von rund 450 der 5000 Stellen, die bedroht seien. Die Gewerkschaft habe die Zahl selbst errechnet.

Um die Umsatzrückgänge in Höhe von 30 Prozent (sechs Millionen Euro) bei Dosen und Einwegflaschen nach Einführung des Dosenpfands zu verringern, führt Lekkerland-Tobaccoland die Aktion "Pfand gegen Pfand" ein. Die Verbraucher könnten beim Kauf neuer Einweg-Getränke mitgebrachtes Leergut eintauschen, auch wenn beispielsweise pfandpflichtige Dosen in einem anderen Geschäft gekauft worden seien. Die über 70 000 Tankstellen-Shops, Kioske, Tabakwarenfachgeschäfte, Getränkefachmärkte und Kaufhäuser, die von Lekkerland-Tobaccoland beliefert werden, seien an diese Aktion aber nicht gebunden.

Die Tankstellenkette Aral-BP kündigte unterdessen an, von März an könnten Kunden gekaufte Dosen an anderen BP - und Aral-Tankstellen wieder abgeben. Wie viele der 3300 Tankstellen der Konzerns mitmachen werden, stehe aber noch nicht fest.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%