Leser haben kaum Interesse an Börsennews
Zeitungen verlieren in Ostdeutschland an Bedeutung

ap LEIPZIG. Die Ostdeutschen lesen immer weniger Zeitung oder Zeitschriften. Die Zahl der regelmäßigen Zeitungsleser ist in den letzten fünf Jahren um 700 000 auf 9,5 Mill. zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt die jetzt abgeschlossene Studie `Medien 2001", wie das Leipziger Institut für empirische Forschung (Gruppe Leif) am Mittwoch mitteilte. Gründe für den Verzicht seien vor allem der Mangel an Zeit, Geld oder Interesse.

82 % der Ostdeutschen lesen regelmäßig eine Zeitung oder Zeitschrift. Die Zahl der Zeitungsleser war schon in den Vorjahren gesunken. "Seit Jahren beobachten wir diesen rückläufigen Trend", sagte LEIF-Chef Harald Schmidt. Verlierer seien vor allem die regionalen Tageszeitungen. Gegenwärtig läsen 65 % der Ostdeutschen über 16 Jahren regelmäßig eine regionale Tageszeitung, sechs Prozent eine überregionale und elf Prozent eine Boulevardzeitung.

"Nachrichten sind die wichtigste Dienstleistung, die Medien anbieten müssen", sagte Schmidt. Nach den Ergebnissen des Leipziger Instituts interessierten sich fast 90 % der Ostdeutschen für regionale und 83 % für Weltnachrichten. Weitere wichtige Themen seien Gesundheit, Reisen und Verbrauchertipps sowie Soziales und Politik. Auf deutlich geringeres Interesse stießen dagegen Werbung, Börseninformationen und Klatsch.

Basis für die Studie war nach Institutsangaben eine repräsentative Umfrage unter 1 200 Einwohnern in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin-Brandenburg.

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