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Lettland sieht in NATO-Erweiterung keine Bedrohung für Russland

dpa WILNA. Die lettische Präsidentin Vaira Vike-Freiberga hat Befürchtungen Russlands als absurd bezeichnet, dass sich aus dem NATO-Beitritt der drei baltischen Staaten für Moskau eine Bedrohung ergeben könnte. Die kleinen Länder Lettland, Litauen und Estland seien weder jetzt noch in Zukunft eine Gefahr für eine so große Nuklearmacht wie Russland, sagte Vike-Freiberga am Donnerstag in einer Rede vor dem litauischen Parlament. Sie hält sich zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Litauen auf.

"Im Falle der drei baltischen Länder wird ihr Beitritt zur NATO endlich eine bleibende Ordnung in einem freien und vereinten Europa bringen", sagte Vike-Freiberga vor den Abgeordneten. "Dies wird endgültig den letzten Folgen des Zweiten Weltkrieges ein Ende setzen". Wenn "sich die Tür zur NATO beim nächsten Mal öffnet, wollen wir bereit sein". Bis zum Prager NATO-Gipfel im Jahr 2002 sollten die NATO-Mitglieder und auch die Kandidatenländer immer wieder betonen, dass die Allianz ein defensives und kein offensives Bündnis sei.

Die baltischen Staaten waren nach dem Zweiten Weltkrieg von der Sowjetunion völkerrechtswidrig okkupiert und eingegliedert worden. Seit ihrer wiedererlangten Unabhängigkeit 1991 bemühen sie sich um einen Beitritt zur NATO. Russland hat dies mit dem Hinweis bislang strikt abgelehnt, weil damit die Sicherheit Moskaus negativ beeinflusst würde.

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