Letzte Diözese in Deutschland
Bistum muss aus Schwangerenberatung aussteigen

Als letzte Diözese in Deutschland muss nun auch das Bistum Limburg aus der staatlichen Schwangeren-Konfliktberatung aussteigen. Bischof Franz Kamphaus bleibt aber im Amt.

dpa LIMBURG. Den Ausstieg aus der gesetzlichen Schwangerenberatung soll auf Weisung von Papst Johannes Paul II. der Limburger Weihbischof Gerhard Pieschl so zügig wie möglich organisieren, wie Kamphaus am Freitag in Limburg mitteilte.

Die Entscheidung des Papstes treffe ihn sehr und mache ihn traurig, sagte Kamphaus. "Ich habe bis zuletzt auf einen anderen Ausgang des Konflikts gehofft." Mit der Weisung aus Rom würden "Lebenschancen für Kinder vergeben". Er habe lange über einen Rücktritt nachgedacht, sagte Kamphaus. Der Papst habe einen solchen aber abgelehnt.

Die Deutsche Bischofskonferenz begrüßte die jetzt gefunden Lösung. Die Entscheidung schaffe nun ein einheitliches Vorgehen in der Beratung schwangerer Frauen, sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann.

Kamphaus hatte als einziger katholischer Oberhirte auch nach Ablauf einer Frist Ende 2001 gegen den Willen des Papstes an der Konfliktberatung festgehalten. Die anderen Bischöfe waren bereits zum Jahresende 2000 aus dem staatlichen System ausgestiegen.

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