Letzter Ostblockstaat
Bulgarien vernichtet erste SS-23-Rakete

Bulgarien hat am Dienstag mit der Zerstörung seiner Kurz- und Mittelstreckenraketen aus Warschauer-Pakt-Zeiten begonnen. Als Test für die Verschrottung von mehr als 100 Raketen sowjetischer Bauart wurde ein Sprengkopf einer SS-23-Mittelstreckenrakete vernichtet.

dpa/HB SOFIA. Die aus Umweltschutzgründen umstrittene Aktion wurde auf einem Militärgelände im Süden des Landes vorgenommen, wie private Medien in Sofia berichteten. Die angekündigte direkte Fernsehübertragung aus dem Militärgelände konnte wegen eines für Wartungsarbeiten abgeschalteten staatlichen Senders nicht empfangen werden.

Die Vernichtung der SS-23-Mittel- und der Kurzstreckenraketen vom Typ Scud und Frog gehört zu den Voraussetzungen der von Bulgarien erwarteten Einladung zur Mitgliedschaft in der Nato beim Gipfeltreffen der Allianz im November in Prag. Die Raketen aus dem Kalten Krieg werden von der Nato als ein "destabilisierender Faktor" in Südosteuropa betrachtet. Bulgarien ist der einzige ehemalige Ostblockstaat, der seine Mittel- und Kurzstreckenraketen noch nicht vernichtet hat.

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