Letzter Termin für die Impfung
Deutschland steht vor einer Grippewelle

Deutschland steht nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) Berlin vor einer Grippewelle.

HB/dpa BERLIN. Vor allem in Bayern und Baden-Württemberg seien derzeit die Erkrankungszahlen deutlich erhöht, sagte am Dienstag Udo Buchholz vom RKI-Zentrum für Infektionsepidemiologie. "Die Fälle tauchen nicht mehr nur lokal, sondern regional auf", erläuterte er.

"Das ist typisch für den Beginn einer Welle." Insbesondere Schulkinder seien betroffen. Im Osten Deutschlands könnte sich die saisonübliche Grippewelle noch etwas verzögern, da dort einige Bundesländern Schulferien haben. Für eine Impfung sei jetzt der letzte Termin, drängte Buchholz. Der Grippeimpfstoff passe sehr gut zu den gefundenen Erregern.

Typisches Anzeichen für eine Grippe ist ein plötzlicher Beginn der Krankheit mit einem starken Krankheitsgefühl. "Man hat Kopf- oder Gliederschmerzen und fühlt sich einfach sehr schlecht", sagen Experten. Kommen Fieber und Husten dazu, könne man mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Grippe-Infektion ausgehen. Die Krankheit dauere in der Regel eine Woche bis zehn Tage, viele Betroffene hätten jedoch noch wochenlang mit extremer Schwäche zu kämpfen.

Besonders gefährdet ältere und chronisch erkrankte Menschen, deren Abwehr geschwächt ist. Neben Asthmatikern und Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Patienten gehörten auch Menschen zur Risikogruppe, die mit vielen Personen in Kontakt stünden. Ihnen sowie Senioren über 60 Jahren empfiehlt Heckler, sich auch jetzt noch impfen zu lassen. Wer bereits Fieber habe, solle jedoch lieber auf eine Impfung verzichten.

Jeden Winter sterben bis zu 10.000 Menschen an den Folgen einer Grippe. Dabei handelt es sich überwiegend um alte und chronisch kranke Menschen.

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