Letztes Marks & Spencer-Kaufhaus in Paris geschlossen
Paris: Kundinnen prügelten sich um Schnäppchen

Nach einem letzten großen Kundenansturm hat die traditionsreiche britische Kaufhauskette Marks & Spencer in Frankreich endgültig ihre Pforten geschlossen. Tausende Kunden stürzten sich am Samstag auf die Sonderangebote in der größten Filiale auf dem Boulevard Haussmann in Paris, die als letzte der 18 Ableger in Frankreich dichtmachte.

afp PARIS. Filialleiter Guy Bodescot rühmte in seiner Abschiedsrede noch einmal die Qualitätsprodukte seines Kaufhauses, mit denen Marks & Spencer in Frankreich "Geschichte gemacht" habe.

In den Stunden danach wurde das Geschäft von Kunden gestürmt, die sich auf die bis um die Hälfte heruntergesetzen Waren stürzten und teilweise auch einfach so bedienten. "Die Leute haben verrückt gespielt", berichtete eine Kassiererin. "Sie stürzten sich auf die Regale, als würden sie vor Hunger sterben." Zum Teil hätten die Leute regelrecht geplündert. "Die haben sich bedient und die Verpackungen geöffnet, als seien sie zuhause. So etwas habe ich noch nie gesehen." Zwei Kundinnen prügelten sich um eine Handtasche, die jede von ihnen zuerst gesehen haben wollte.

Um 15.30 Uhr verließ der letzte Kunde von Marks & Spencer das Geschäft. Wegen erheblicher Verluste hatte das britische Traditionsunternehmen im Frühjahr die Schließung von 38 Filialen auf dem europäischen Festland mit insgesamt 4400 Beschäftigten bekannt gegeben. In Frankreich waren alle 18 Filialen betroffen. Sie werden nun vom französischen Konkurrenten Galeries Lafayette übernommen; die 1500 Mitarbeiter sollen ein Übernahmeangebot erhalten.

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